Kanadischer Astronaut spricht Französisch im Weltall und setzt Zeichen
Wichtige Fakten
- • Jeremy Hansen sprach erstmals Französisch auf einer Mondmission.
- • Die Aktion erfolgte nach einem Sprachstreit beim Air-Canada-CEO.
- • Kanadas Premierminister kritisierte den Air-Canada-Vorfall scharf.
- • Hansen nutzte Französisch auch bei Pressekonferenzen nach der Mission.
- • Der Astronaut vertiefte auch Kenntnisse indigener Sprachen und Kultur.
Erstmals Französisch auf dem Weg zum Mond
Der kanadische Astronaut Jeremy Hansen hat während der NASA-Mission Artemis II erstmals Französisch auf dem Weg zum Mond gesprochen. Mit den Worten "Bonjour tout le monde" grüßte er von etwa 200.000 Kilometern Entfernung. Diese historische Geste fand kurz nach einem Sprachstreit bei Air Canada statt, bei dem der damalige CEO Michael Rousseau nach Kritik an mangelnden Französischkenntnissen zurücktrat.
Sprache als Zeichen des Respekts
Kanadas Premierminister Justin Trudeau hatte den Air-Canada-Vorfall als "mangelndes Urteilsvermögen" verurteilt. Im Kontrast dazu erhielt Hansen viel Lob für seinen Einsatz der französischen Sprache, die er während der Mission und bei Pressekonferenzen nutzte. Experten betonen, dass es nicht um perfekte Beherrschung, sondern um Respekt und Bemühung geht.
Kulturelle Repräsentation über Sprachen hinweg
Hansen, der am Royal Military College Französisch lernte, sieht Sprache als Teil seiner Repräsentationsaufgabe. Neben Französisch engagierte er sich für indigene Kulturen und ließ sich von Anishinaabe-Künstlern inspirieren. Seine Mission startete während des Ziisbaakdoke Giizis, des "Zucker-Mond-Monats" im Anishinaabe-Kalender.
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