KI-Boom: Deutsche Unternehmen als Zulieferer gefragt
Wichtige Fakten
- • Infineon ist Weltmarktführer bei Leistungshalbleitern für KI-Rechenzentren.
- • Jenoptik liefert einzigartige optische Schlüsselkomponenten für ASML-Chipmaschinen.
- • SAP besitzt Daten von über 400.000 Unternehmen als Grundlage für KI.
- • Siemens treibt KI in der Industrie voran, aber Kunden sind zögerlich.
- • Deutsche Unternehmen investieren nicht die Milliarden wie US-Konzerne.
Deutsche Konzerne als KI-Profiteure
Der KI-Boom wird vor allem von US-Technologiekonzernen vorangetrieben, doch auch deutsche Unternehmen profitieren als Zulieferer entlang der Wertschöpfungskette. So ist der Münchner Halbleiterhersteller Infineon Weltmarktführer bei Leistungshalbleitern, die für die Stromversorgung von KI-Rechenzentren unverzichtbar sind. Auch Siemens Energy, E.ON und RWE profitieren vom steigenden Energiebedarf der Rechenzentren. Jenoptik, ein traditionsreiches Unternehmen aus Jena, liefert optische Schlüsselkomponenten für die Chip-Maschinen des niederländischen Marktführers ASML und zählt damit zu den versteckten KI-Gewinnern unter den deutschen Firmen.
SAP und Siemens als KI-Anwender
Im DAX spielen SAP und Siemens bei KI-Anwendungen eine wichtige Rolle. SAP besitzt laut Analysten einen „Goldschatz“ an Unternehmensdaten von über 400.000 Kunden, die mithilfe von KI ausgewertet werden können. Bei Siemens fehle dagegen oft die Bereitschaft der Kunden, die Vision einer autonomen Fabrik umzusetzen. Ein großer Teil der Wertschöpfung verbleibe jedoch im Silicon Valley, während deutsche Unternehmen nicht das finanzielle Risiko von Milliardeninvestitionen eingehen. Dadurch drohe Deutschland zum reinen KI-Anwender zu werden, warnten Experten.
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