Kiesewetter kritisiert US-Truppenabzug und fehlende Tomahawk-Stationierung als „Riesenfehler“
Wichtige Fakten
- • US-Verzicht auf Tomahawk-Stationierung in Deutschland als „Riesenfehler“ gewertet.
- • Rund 5.000 US-Soldaten sollen in 6–12 Monaten abgezogen werden.
- • Kiesewetter fordert gemeinsame Entwicklung von Marschflugkörpern mit der Ukraine.
US-Truppenabzug und Tomahawk-Verzicht: Kiesewetter fordert eigene Entwicklung
Der CDU-Verteidigungspolitiker Roderich Kiesewetter hat den Verzicht der USA auf die Stationierung von Tomahawk-Marschflugkörpern in Deutschland als „Riesenfehler“ bezeichnet. Der Verzicht schwäche die Sicherheit Deutschlands und sei ein fatales Signal an Russland, das den INF-Vertrag bereits 2017 gebrochen habe. Kiesewetter fordert nun eine gemeinsame Entwicklung mit der Ukraine, um bis 2030 über eigene konventionelle Mittelstreckenraketen zu verfügen.
Abzug von US-Soldaten: Lücke in der Verteidigungsarchitektur
Das Pentagon kündigte den Abzug von rund 5.000 Soldaten aus Deutschland in den kommenden sechs bis zwölf Monaten an. Präsident Trump drohte zudem mit einem möglicherweise größeren Abzug. Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Henning Otte (CDU), spricht von einer „Lücke in der deutschen Verteidigungsarchitektur“ und fordert schnelle nationale Gegenmaßnahmen.
Sicherheitsexperten warnen vor Abschreckungslücke
Sicherheitsexperte Nico Lange kritisiert, dass ohne US-Raketen die konventionelle Abschreckungslücke bestehen bleibe. Russische Iskander-Raketen in Kaliningrad bedrohten Deutschland bereits seit Jahren. Europa müsse nun unabhängige Abstandswaffen entwickeln, um nicht in die Erpressbarkeit zu geraten.
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