Kindergärten in den USA: MMR-Impfquote sinkt – Rekordanstieg bei Ausnahmegenehmigungen
Wichtige Fakten
- • MMR-Impfquote bei US-Kindergartenkindern auf 92,4% gesunken.
- • Nichtmedizinische Befreiungen stiegen auf 4,2% – höchster Anstieg.
- • 280.000 Kindergartenkinder ohne MMR-Impfung.
- • Schlechteste Masernjahr seit 1991 mit Hunderten Fällen in Utah und South Carolina.
- • Studien belegen keinen Zusammenhang zwischen Impfstoffen und Autismus.
Impfrückgang bei Kindergartenkindern
Neue Daten der US-Gesundheitsbehörde CDC zeigen einen Rückgang der MMR-Impfquote bei Kindergartenkindern. Landesweit sind nur noch 92,4% der Kinder gegen Masern, Mumps und Röteln geimpft, ein Rückgang um 0,1 Prozentpunkte.
Besorgniserregend ist der starke Anstieg nichtmedizinischer Ausnahmegenehmigungen: Sie kletterten um 17% auf 4,2%, der höchste Anstieg seit Beginn der Aufzeichnungen.
Experten und Behörden schlagen Alarm
Medizinische Experten wie Dr. Paul Offit vom Kinderkrankenhaus Philadelphia sehen darin einen gefährlichen Trend. Mindestens 280.000 Kindergartenkinder haben keinen MMR-Schutz erhalten, was angesichts der schlimmsten Masernwelle seit 1991 besorgt. In Cleveland, Ohio, zeigt sich jedoch, dass lokale Anstrengungen Wirkung zeigen: Dort stieg die Impfquote in den letzten Jahren von 68% auf 76%.
Politische Akteure und Fehlinformationen
Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. und Präsident Donald Trump haben mit irreführenden Behauptungen, etwa zu Impfautomaten oder Autismus, zusätzlich Verunsicherung geschürt. Trumps Exekutivanordnung will die Zahl der Routineimpfungen reduzieren und MMR in Einzeldosen aufteilen. Kritiker bemängeln fehlende wissenschaftliche Belege und erhebliche logistische sowie rechtliche Hürden.
Trotzdem impfen weiterhin die große Mehrheit der Eltern ihre Kinder – und Gesundheitsbehörden arbeiten daran, Vorbehalte abzubauen. Ein Silberstreif bleibt bestehen.
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