Klimadiplomatie: Grüne Welle als Chance für Merz
Wichtige Fakten
- • UN-Klimachef Stiell: Erneuerbare bieten Sicherheit und Souveränität.
- • Erneuerbare 2025 erstmals größte Stromquelle, vor Kohle.
- • Petersberger Klimadialog ist Auftakt für UN-Gipfel in Türkei.
- • Entwicklungsländer leiden besonders unter hohen fossilen Preisen.
Petersberger Klimadialog: Erneuerbare als Antwort auf Krise
Beim Petersberger Klimadialog in Berlin betonte UN-Klimachef Simon Stiell, dass verstärkter Klimaschutz die Lehre aus der aktuellen Energie- und Wirtschaftskrise sein müsse. Fossile Energien seien ein Sicherheitsrisiko ersten Ranges. Saubere Energie biete Sicherheit, Bezahlbarkeit und Souveränität, während die Abhängigkeit von fossilen Despoten wie Putin und Trump schade. Stiell forderte, schneller ins Handeln zu kommen.
Globale Energiewende beschleunigt sich
Laut britischem Thinktank Ember sind erneuerbare Energien 2025 weltweit zur größten Stromquelle geworden und haben erstmals Kohle überholt. Gleichzeitig boomt die Elektromobilität. Viele Staaten, allen voran China, forcieren diese Entwicklung unter dem Eindruck des Iran-Kriegs. Auch in den USA unter Trump wachsen Wind- und Solarenergie weiter.
Deutschland am Scheideweg
Europa und Deutschland müssten achtgeben, von der grünen Welle nicht überspült zu werden. Bundeskanzler Friedrich Merz habe beim Petersberger Dialog die Chance, ein Signal für eine Kurskorrektur zu setzen. Bisher sei die Energie- und Klimapolitik seiner Koalition rückwärtsgewandt, etwa durch eine Erneuerbaren-Bremse und den Kampf für den Verbrenner.
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