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Wissen 26.05.2026, 07:58 Aktualisiert: 26.05.2026, 10:03

Klimaforscher passieren Worst-Case-Szenario an – kein Grund zur Entwarnung

IPCC ersetzt Worst-Case-Szenario RCP8.5 wegen veränderter Realität.

Wichtige Fakten

  • IPCC ersetzt Worst-Case-Szenario RCP8.5 wegen veränderter Realität.
  • Erneuerbare Energien machten extremes Kohle-Szenario unplausibel.
  • Auch bestes Szenario (1,5 °C) gilt als nicht mehr erreichbar.
  • Neues mittleres Szenario geht von 2,8 °C Erwärmung bis 2100 aus.

Überarbeitung der Klimaszenarien

Der Weltklimarat IPCC hat im Rahmen der siebten Phase des „Coupled Model Intercomparison Project“ (CMIP7) aktualisierte Klimaszenarien vorgeschlagen. Das bisherige Worst-Case-Szenario RCP8.5, das von einer Erwärmung um 4,8 Grad bis 2100 ausging, wird durch ein neues Szenario ersetzt, da es aufgrund des massiven Ausbaus erneuerbarer Energien und des Pariser Abkommens als nicht mehr plausibel gilt. Auch das Best-Case-Szenario mit unter 1,5 Grad Erwärmung wurde angepasst, da dieses Ziel nicht mehr erreichbar ist. Das neue mittlere Szenario „Weiter-wie-bisher“ prognostiziert eine Erwärmung von 2,8 Grad.

Kein Grund zur Entwarnung

Klimaforscher wie Niklas Höhne (New Climate Institute) betonen, dass die Anpassung normaler wissenschaftlicher Fortschritt sei. Das neue Worst-Case-Szenario liegt bei 3,5 Grad Erwärmung – immer noch katastrophal. Wissenschaftler warnen davor, die Anpassung als Grund zu sehen, Klimaschutzmaßnahmen zurückzufahren. Dies würde die Erderwärmung wieder beschleunigen. Die Trump-Administration und Teile der Medien interpretieren die Änderung fälschlich als Eingeständnis falscher Prognosen.

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