Klimawandel verstärkt Überschwemmungen in Brasiliens Kaffeeanbaugebiet
Wichtige Fakten
- • Minas Gerais erlebte im Februar 2026 Rekordregen mit 750 mm, 65% mehr als der vorherige Rekord.
- • Wissenschaftler prognostizieren 7% heftigere Niederschläge bei einer Erwärmung auf 2,6°C über vorindustriellem Niveau.
- • Die Überschwemmungen führten zu Erdrutschen, Evakuierungen und erhöhten die Kaffeepreise weltweit.
- • Ungleichheit und schlechte Stadtplanung verschärfen die Verwundbarkeit armer Gemeinden in Risikozonen.
- • Brasilien ist der weltweit größte Lieferant von Arabica-Kaffee, Ernteverluste belasten die globale Versorgung.
Rekordniederschläge und ihre Folgen
Im Februar 2026 erlebte die brasilianische Region Minas Gerais, ein Zentrum des Kaffeeanbaus, extreme Überschwemmungen mit über 750 mm Regen – 65% mehr als der vorherige Rekord von 1988. Dies führte zu verheerenden Erdrutschen, bei denen Dutzende Menschen ums Leben kamen und Tausende evakuiert werden mussten. Wissenschaftler der World Weather Attribution Group stufen das Ereignis als Jahrhundertereignis ein, das durch den Klimawandel wahrscheinlicher wird.
Klimawandel und wirtschaftliche Auswirkungen
Analysen zeigen, dass bei einer globalen Erwärmung von 2,6°C über vorindustriellem Niveau die Niederschläge in der Region um 7% intensiver werden könnten. Die Überschwemmungen verschlimmern zudem die Ausbreitung von Krankheiten in Arabica-Kaffeeplantagen, was die Ernten reduziert und zu steigenden Kaffeepreisen weltweit beiträgt. Brasilien ist der größte Lieferant von Arabica-Kaffee, und extreme Wetterereignisse haben die Preise in den letzten Jahren bereits deutlich erhöht.
Forderungen nach Maßnahmen
Experten fordern dringend den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen, um weitere Erwärmung zu begrenzen, sowie verbesserte Frühwarnsysteme und Stadtplanung, besonders in gefährdeten, einkommensschwachen Gemeinden. Sie betonen, dass ohne schnelles Handeln solche Katastrophen zur Norm werden und sowohl lokale Lebensgrundlagen als auch globale Lebensmittelpreise weiter belasten.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.