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Politik 09.06.2026, 01:08 Aktualisiert: 09.06.2026, 15:01

Klingbeil unterstützt DGB-Vorschlag für verpflichtende Betriebsrente

Klingbeil unterstützt verpflichtende Betriebsrente des DGB.

Wichtige Fakten

  • Klingbeil unterstützt verpflichtende Betriebsrente des DGB.
  • DGB will im Juni Eckpunkte zur Betriebsrentenpflicht vorlegen.
  • Nur jeder zweite Beschäftigte hat derzeit eine Betriebsrente.
  • Arbeitgeber kritisieren zusätzliche Belastungen bei Betriebsrentenpflicht.
  • Bundeskanzler Merz spricht sich für drei Säulen der Altersvorsorge aus.

Klingbeil wirbt für verpflichtende Betriebsrente

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat sich optimistisch gezeigt, dass das Rentensystem durch Reformen stabilisiert werden kann. In der ARD-Sendung Arena unterstützte er den Vorschlag des Deutschen Gewerkschaftsbunds für eine verpflichtende Betriebsrente. „Wenn wir die gesetzliche stärken, die betriebliche verpflichtend machen und die private ausbauen, dann haben wir eine Chance, das Rentensystem wirklich zukunftsfähig zu machen“, so Klingbeil. Der DGB will noch im Juni Eckpunkte seines Vorschlags vorlegen.

Wirtschaftswachstum und Koalitionsausschuss im Fokus

Die Regierung plant, basierend auf Vorschlägen einer Rentenkommission, neue Weichen für die Rente zu stellen. Diese werden für Juni erwartet. Zentral sei aber vor allem die Wirtschaft: Es brauche mehr Wachstum und damit Arbeitsplätze. Ein Koalitionsausschuss bis zum Sommer soll dies priorisieren. Der Vizekanzler sprach sich zudem für Anreize zur privaten Vorsorge aus, etwa die Frühstart-Rente mit monatlich 10 Euro vom Staat für Kinder und Jugendliche.

Kritik an Betriebsrentenpflicht

Während Gewerkschaften und Teile der SPD die verpflichtende Betriebsrente unterstützen, gibt es scharfe Kritik von der Mittelstandsunion. Die Bundesvorsitzende Gitta Connemann (CDU) warnte vor neuen Belastungen für Betriebe. Auch Experten sehen Reformbedarf, aber betonen, dass eine Pflicht nicht von oben verordnet werden solle. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kündigte derweil an, die drei Säulen gesetzlich, betrieblich und privat in ein neues Verhältnis zu stellen.

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