Söder: Minijobs bleiben – Koalitionsstreit um Rentenreform verschärft sich
Wichtige Fakten
- • CSU-Chef Söder bekräftigt: Minijobs bleiben bestehen.
- • Rentenkommission empfiehlt Abschaffung des Sonderstatus für Minijobs.
- • Schwarz-rote Koalition will Vorschläge der Rentenkommission umsetzen.
- • Wirtschaftsverbände warnen vor Abschaffung in Brandbrief.
- • SoVD hält Söders Aussage für rückwärtsgewandt.
Söder stellt sich gegen Rentenreform-Pläne
CSU-Chef Markus Söder hat klargestellt, dass die Minijobs in Deutschland erhalten bleiben sollen. „Minijobs bleiben“, sagte der bayerische Ministerpräsident der Augsburger Allgemeinen. Er stellte sich damit gegen die Pläne der schwarz-roten Koalition, die die Vorschläge der Rentenkommission weitgehend umsetzen will. Diese sehen vor, den steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Sonderstatus von Minijobs abzuschaffen und sie in die Rentenversicherung einzubeziehen.
Söder: Abschaffung würde wichtigen Branchen schaden
Eine Abschaffung wäre falsch und würde Branchen wie Gastronomie, Einzelhandel oder Landwirtschaft schwer schaden, so Söder. Zudem würde vielen Menschen der Hinzuverdienst genommen. Die großen Reformen seien vielmehr die Abschaffung der Rente mit 63 und der Einstieg in die kapitalgedeckte Altersvorsorge.
Koalition in der Klemme zwischen Druck von Verbänden und Kritik aus der SPD
Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hatte davor gewarnt, das Gesamtkonstrukt zu „zerreden“. Eine breite Allianz von Wirtschaftsverbänden forderte hingegen in einem Brandbrief den Erhalt der Minijobs. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) bezeichnete Söders Aussagen als rückwärtsgewandt. Die Koalition steht unter Druck, eine Einigung zu finden, während der Bundestag in der Sommerpause ist.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.