Teilen:
Inland 10.07.2026, 15:38 Aktualisiert: 10.07.2026, 18:01

Bundestag beschließt umstrittenes neues Bundespolizeigesetz

Bundestag verabschiedet neues Bundespolizeigesetz mit Stimmen von Union und SPD.

Wichtige Fakten

  • Bundestag verabschiedet neues Bundespolizeigesetz mit Stimmen von Union und SPD.
  • Automatische Echtzeit-Gesichtserkennung bei besonderer Gefahrenlage erlaubt.
  • Verdachtsunabhängige Kontrollen in Waffen- und Messerverbotszonen möglich.
  • Neue Befugnisse zur Telefonüberwachung und Abschiebehaftbeantragung.

Umstrittene Befugnisse für die Bundespolizei

Der Bundestag hat ein neues Bundespolizeigesetz verabschiedet. Die 55.000 Beamten erhalten mehr Möglichkeiten zur Überwachung, einschließlich automatischer Echtzeit-Gesichtserkennung bei besonderen Gefahrenlagen, etwa um entführte Kinder an Bahnhöfen oder Flughäfen zu identifizieren. Zudem dürfen sie verdachtsunabhängige Kontrollen in Waffen- und Messerverbotszonen durchführen.

Weitere Neuerungen und Kritik

Die Polizei kann künftig unter anderem eigene Drohnen einsetzen und feindliche Drohnen abwehren. Auch die Telefonüberwachung, einschließlich Quellen-Telekommunikationsüberwachung, wird erweitert. Bei der Abschiebehaft soll die Bundespolizei künftig selbstständig gerichtliche Anträge stellen dürfen. Die Opposition kritisierte die Regelungen insbesondere im Hinblick auf Biometrie-Überwachung. Der Bundesrat muss noch zustimmen.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.