Kölner Journalistin Eva Maria Michelmann nach drei Monaten in syrischer Haft frei
Wichtige Fakten
- • Eva Maria Michelmann war seit Januar in Syrien inhaftiert.
- • Sie erlitt Folter, darunter Elektroschocks.
- • Die Freilassung gelang durch Konsulatsbemühungen und öffentlichen Druck.
- • Die Behörden gaben keinen Grund für die Festnahme an.
- • Die Journalistin berichtete kurdischer Medien aus dem Autonomiegebiet.
Freilassung nach drei Monaten
Die Kölner Journalistin Eva Maria Michelmann ist nach rund drei Monaten in syrischer Haft frei und am Freitag in Berlin gelandet. Das bestätigten WDR-Informationen. Sie war im Januar 2026 beim Einmarsch von Truppen der syrischen Übergangsregierung in Raqqa festgenommen worden. Die Behörden nannten keine Gründe für die Inhaftierung.
Folter und schlechter Zustand
Ihr Bruder Antonius Michelmann berichtete, dass es ihr körperlich und seelisch sehr schlecht gehe. Sie habe von Folter durch Elektroschocks erzählt. Familie und Anwalt wussten lange nicht, wo sie war und ob sie überlebte. Erst eigene Recherchen deckten das Gefängnis auf.
Diplomatie und öffentlicher Druck
Das Auswärtige Amt und das Konsulat in Damaskus waren bemüht, sie freizubekommen, zunächst erfolglos. Öffentliche Demos und Mahnwachen machten auf ihren Fall aufmerksam. Die Familie kritisierte mangelnde öffentliche Unterstützung der Politik. Letztlich führten Konsulatsbesuche und Druck zur Freilassung.
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