Koordinierte Siedlerangriffe im Westjordanland während Eid al-Fitr
Wichtige Fakten
- • Mindestens sechs Orte im Westjordanland waren von nächtlichen Angriffen betroffen.
- • Siedler setzten Häuser und Fahrzeuge in Brand, mehrere Palästinenser wurden verletzt.
- • Israelische Sicherheitskräfte griffen laut Zeugen nicht ein, um die Angriffe zu stoppen.
- • Die UN berichtet von über 1.000 getöteten Palästinensern im Westjordanland seit Oktober 2023.
- • Menschenrechtsgruppen kritisieren mangelnde Rechenschaftspflicht und staatliche Duldung der Gewalt.
Zusammenfassung
Israelische Siedler haben während des islamischen Festes Eid al-Fitr eine Serie koordinierter Angriffe im besetzten Westjordanland durchgeführt. In mindestens sechs Ortschaften, darunter al-Fandaqumiya, Seilat al-Dahr, Masafer Yatta, Qaryout und Jaloud, wurden Häuser und Fahrzeuge in Brand gesetzt sowie Fenster eingeschlagen. Mehrere Palästinenser wurden dabei verletzt, darunter ein Bewohner von Seilat al-Dahr, der geschlagen wurde. Zeugen berichteten, dass etwa 100 maskierte Siedler in Wellen angriffen, während israelische Truppen und Polizei am Rande der Dörfer präsent waren, aber nicht einschritten, um die Gewalt zu stoppen oder die Bewegungen der Siedler zu unterbinden.
Hintergrund und Reaktionen
Die Angriffe ereigneten sich vor dem Hintergrund einer seit dem Gaza-Krieg eskalierenden Siedlergewalt. Laut UN wurden seit Oktober 2023 über 1.000 Palästinenser im Westjordanland getötet. Menschenrechtsorganisationen wie B'Tselem werfen der israelischen Regierung vor, Siedlergewalt zu ermöglichen, um die Übernahme palästinensischen Landes zu zementieren. Der israelische Militärsprecher gab an, auf Vorfälle mit Brandstiftung und Unruhen reagiert zu haben, berichtete jedoch keine Festnahmen. Yair Golan, Führer der Demokraten, verurteilte die Angriffe und beschuldigte die Regierung, Gesetzlosigkeit zu fördern.
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