Korallen-Kindergarten: Touristen retten Riffe in Brasilien
Wichtige Fakten
- • In Brasilien züchten Forscher mit Touristenhilfe neue Korallen im Meer.
- • 80% der Korallen in Teilen des Riffs starben durch Erwärmung.
- • Das Projekt wird durch Touristen finanziert.
- • Korallenriffe sind Kinderstube für 25% aller Meeresarten.
- • Rudã Fernandes leitet die Biofábrica de Corais.
Korallenkindergarten: Touristen als Retter der Riffe
In Brasilien versuchen Forscher mit Unterstützung von Touristen, das bedrohte Korallenriff vor Porto de Galinhas zu retten. Das Projekt „Biofábrica de Corais“ sammelt abgebrochene Korallenstücke ein, um sie auf speziellen Vorrichtungen im Meer erneut anzusiedeln. Vor zwei Jahren starben aufgrund von Wassertemperaturen nahe 31 Grad rund 80 Prozent der Korallen in Teilen des Riffs ab. Wirtschaftlich und ökologisch sind die Riffe bedeutsam: Sie sichern Fanggründe für Fischer und sind Heimat für etwa 25 Prozent aller Meeresarten.
Mitmachen und erleben
Familien wie die Benedettis zahlen ab 60 Euro für eine dreistündige Tour, bei der sie selbst Korallen setzen und so zu „Korallen-Paten“ werden. Das Geld finanziert Equipment und Pflege. Ziel ist ein „regenerativer Tourismus“, der die natürliche Umgebung verbessert, anstatt sie zu belasten. Projektleiter Rudã Fernandes hofft auf eine Skalierung, sodass eines Tages 180 statt 60 Stücke täglich gepflanzt werden können. Die Idee stößt auf positive Resonanz – die Teilnehmer erleben Naturschutz hautnah und binden sich langfristig an das Projekt.
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