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Politik 27.05.2026, 09:48 Aktualisiert: 27.05.2026, 12:01

Korruptionsvorwürfe: Polizei durchsucht PSOE-Zentrale in Madrid

Guardia Civil durchsuchte PSOE-Zentrale in Madrid.

Wichtige Fakten

  • Guardia Civil durchsuchte PSOE-Zentrale in Madrid.
  • Gerichtsanordnung wegen illegaler Parteienfinanzierung.
  • Ermittlungen gegen Sánchez' Frau Begoña Gómez und Bruder David.
  • Ex-Premier Zapatero unter Korruptionsverdacht im Plus-Ultra-Fall.
  • Sánchez spricht von Verleumdung und politisch motivierten Angriffen.

Durchsuchung bei PSOE

Die spanische Polizei hat am Morgen die Zentrale der regierenden Sozialistischen Arbeiterpartei (PSOE) von Ministerpräsident Pedro Sánchez in Madrid durchsucht. Ziel der gerichtlich angeordneten Aktion war die Beschaffung von Informationen zu einer möglichen illegalen Parteienfinanzierung. Einheiten der Guardia Civil führten den Einsatz durch, Details stehen unter Geheimhaltung. Die PSOE sicherte volle Kooperation mit der Justiz zu.

Ermittlungen gegen Sánchez' Umfeld

Die Durchsuchung ist das jüngste Kapitel in einer Reihe von Korruptionsvorwürfen gegen die Partei. Gegen Sánchez' Frau Begoña Gómez wird wegen Einflussnahme bei der Akquise von Sponsoren für einen Hochschulstudiengang und der Verwendung von Staatsgeldern für persönliche Assistenz ermittelt. Ihr Bruder David Sánchez muss sich ab morgen vor Gericht verantworten, da er 2017 eine maßgeschneiderte Stelle beim Stadtrat von Badajoz erhalten haben soll. Beide bestreiten die Vorwürfe. Ministerpräsident Sánchez bezeichnet die Affären als Teil einer politischen Verleumdungskampagne und stellt die Unabhängigkeit einzelner Richter infrage.

Neue Entwicklung um Ex-Premier Zapatero

Zusätzlich zu den laufenden Verfahren ermittelt ein Richter gegen Sachen's Parteifreund und ehemaligen Premier José Luis Rodríguez Zapatero. Ihm wird vorgeworfen, in die umstrittene Staatsrettung der Venezuela-verbundenen Fluggesellschaft Plus Ultra verwickelt gewesen zu sein. Zapatero beteuert seine Unschuld und kündigte Kooperationsbereitschaft an. Die Ereignisse überschatten Sánchez' aktuellen Besuch im Vatikan bei Papst Leo, wo er am Mittag Rede und Antwort stehen muss.

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