Kreative Lösungen für Kommunikation: Wie Iraner trotz Sanktionen Kontakt halten
Wichtige Fakten
- • Ein Dienst an der Iran-Türkei-Grenze nutzt zwei Telefone für internationale Anrufe, da direkte Verbindungen blockiert sind.
- • VPN-Kosten in Iran sind auf etwa 15 Pfund pro Gigabyte gestiegen, bei einem monatlichen Mindestlohn von 100 US-Dollar.
- • Vier- bis fünfminütige Anrufe über Grenzdienste kosten etwa 28 Pfund (38 US-Dollar) inklusive Gebühren.
- • Iraner nutzen VPNs, um auf Plattformen wie Telegram zuzugreifen und Nachrichten mit dem Ausland auszutauschen.
- • Die Verbindungen sind oft instabil und brechen nach wenigen Minuten ab, was die Kommunikation erschwert.
Umgehung von Kommunikationsblockaden
Iraner nutzen kreative Methoden, um trotz staatlicher Internet- und Telefonblockaden während des Konflikts mit den USA und Israel Kontakt zu Familien im Ausland zu halten. Ein Dienst an der Iran-Türkei-Grenze verwendet zwei Telefone – eines mit iranischer und eines mit türkischer SIM-Karte – um Anrufe über WhatsApp zu vermitteln, da direkte internationale Verbindungen blockiert sind.
Hohe Kosten und instabile Verbindungen
Diese Dienste und virtuelle private Netzwerke (VPNs) sind jedoch teuer und unzuverlässig. VPN-Kosten sind auf etwa 15 Pfund pro Gigabyte gestiegen, bei einem monatlichen Mindestlohn von nur 100 US-Dollar in Iran. Anrufe über Grenzdienste kosten rund 28 Pfund für vier bis fünf Minuten und brechen oft nach wenigen Minuten ab, was die Kommunikation erschwert.
Emotionale Belastung und Informationsaustausch
Iraner im In- und Ausland berichten von emotionaler Belastung, da sie versuchen, über kurze Anrufe oder Nachrichten Sicherheitsupdates auszutauschen. Zensur führt dazu, dass beide Seiten Teile der Geschichte vermissen und sie durch gegenseitige Updates ergänzen müssen, was die Isolation und Unsicherheit verstärkt.
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