Kreml beschwichtigt, Russen stehen vor leeren Zapfsäulen
Wichtige Fakten
- • Die Kraftstoffpreise in Russland steigen rapide.
- • Ukrainische Drohnenangriffe treffen Raffinerien und Terminals.
- • Benzinexportstopp und Rationierung in vielen Regionen.
- • Ölverarbeitung im Juni um ein Viertel eingebrochen.
- • Preisanstieg ist für über Hälfte der Russen dringendstes Problem.
Kraftstoffmangel erschwert Alltag in Russland
In Russland verschärft sich der Kraftstoffmangel. Vor Moskauer Tankstellen bilden sich lange Schlangen, manche Verkäufer bedienen nur noch Firmenkunden. Wer kann, tankt im Ausland – etwa in Kasachstan oder China. Kremlsprecher Peskow machte den Westen für die Krise verantwortlich, da er die Ukraine mit Waffen und Satellitendaten versorge. Putin selbst spielte die Lage auf einer Regierungssitzung herunter und versprach, die Versorgung in den Griff zu bekommen.
Hintergrund: Angriffe auf Raffinerien wirken
Die ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Energieinfrastruktur zeigen Wirkung. Laut der Analysefirma Energy Intelligence brach die russische Ölverarbeitung im Juni im Vergleich zum Vorjahr um ein Viertel ein – der niedrigste Stand seit über 20 Jahren. Die offizielle Statistik meldet allein in drei Wochen einen Anstieg der Benzinpreise um fast sieben Prozent. Zudem gilt ein Exportstopp für Benzin und bald auch für Diesel.
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