Monaco-Attentat: Ukrainischer Geheimdienst in Mordfall verwickelt
Wichtige Fakten
- • Mitarbeiter des ukrainischen Militärgeheimdienstes GUR gab Tötung der Verdächtigen zu.
- • Die Leiche von Anastasia Berezovska wurde in einem Wald nahe Kiew gefunden.
- • Attentat in Monaco galt Oligarch Wadym Iermolaiev, sanktioniert von der Ukraine.
- • Frankreichs Präsident Macron drängt Kiew zur Aufklärung des Falls.
- • Ukrainischer Geheimdienst SBU macht Mitarbeiter des Rivalen GUR verantwortlich.
Mord an mutmaßlicher Attentäterin
Im Fall der Bombenexplosion in Monaco vor dem Haus des ukrainischen Oligarchen Wadym Iermolaiev steht nun ein ukrainischer Geheimdienstmitarbeiter im Verdacht, die mutmaßliche Attentäterin Anastasia Berezovska getötet zu haben. Der 33-jährige Vladyslaw Reut, ein Offizier des militärischen Geheimdienstes GUR, gab vor einem Gericht in Kiew zu, Zeuge der Erschießung durch einen Komplizen gewesen zu sein. Die Leiche der 39-jährigen Frau wurde Anfang Juli in einem Wald bei Kiew gefunden.
Verstrickung der Dienste
Der ukrainische Sicherheitsdienst SBU hatte zunächst den Mord aufgeklärt und veröffentlichte Aufnahmen eines angeblichen Folterkellers im Haus des mutmaßlichen zweiten Täters, EX-Polizist Vitaliy Zhykovych. Ermittler stellten später klar, dass Berezovska vor ihrer Erschießung nicht gefoltert wurde. Die schnelle Festnahme der Verdächtigen und die direkte Belastung des GUR durch den SBU nähren Spekulationen über Rivalitäten zwischen den beiden Behörden. Die Affäre überschattet zudem die diplomatischen Beziehungen zu Frankreichs Präsidenten Macron, der eine rasche Aufklärung forderte.
Hintergründe der Explosion
Der Anschlag in Monaco im Juni galt dem Oligarchen Iermolaiev, der 2023 wegen Kriegsverrats sanktioniert wurde. Berezovska, die sich als Mann verkleidet hatte, war per Haftbefehl nicht gesucht. Der Fall könnte laut Analysten das Ansehen der Ukraine im Westen schädigen. Präsident Selenskyj versprach, die Öffentlichkeit über die Erkenntnisse zu informieren.
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