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Gesellschaft 25.04.2026, 09:00 Aktualisiert: 25.04.2026, 12:02

Kriminalisierung von Klimaprotesten in Großbritannien kontraproduktiv

Kriminalisierung von Klimaprotesten ist kontraproduktiv.

Wichtige Fakten

  • Kriminalisierung von Klimaprotesten ist kontraproduktiv.
  • Arrest, Geldstrafen und Haft erhöhen Entschlossenheit der Aktivisten.
  • Repression führt zu weniger Angst und mehr direktem Aktionismus.
  • Nachsichtige Haltung senkt Beteiligung.
  • 17% der Klimaproteste 2019–2024 in UK führten zu Festnahmen.

Studie zur Wirkung von Repression auf Klimaprotest

Eine neue Studie der Universität St. Andrews, veröffentlicht im Journal Nature Climate Change, zeigt, dass die Kriminalisierung von Klimaprotesten in Großbritannien kontraproduktiv ist. Basierend auf Umfragen unter 1.375 Aktivisten von Extinction Rebellion fanden die Forscher heraus, dass Verhaftungen, Geldstrafen und Gefängnisstrafen die Entschlossenheit der Aktivisten zu direktem Aktionismus erhöhen.

Emotionale Reaktionen entscheidend

Die emotionale Reaktion auf Repression bestimmt das Verhalten: Bei Wut oder Verachtung werden die Aktivisten radikaler, während Angst sie abschreckt. Bereits betroffene Aktivisten zeigen weniger Angst und mehr Bereitschaft zu künftigen Aktionen. Experten befürchten, dass Repression zu verdeckten Aktionen wie Sabotage führen könnte.

Britische Regierungspolitik

Die britische Regierung verschärfte das Vorgehen gegen Klimaproteste, etwa durch bis zu vierjährige Haftstrafen für Blockadeplanungen. Ein UN-Sonderberichterstatter kritisierte die Diskrepanz zwischen Klimazielen und Kriminalisierung. Ein unabhängiger Review solle die Balance zwischen Meinungsfreiheit und öffentlicher Ordnung neu bewerten.

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