Leihmutterschaft in Mexiko: Geschäft mit Hoffnungen und Risiken
Wichtige Fakten
- • Mexiko hat keine einheitliche Rechtslage zur Leihmutterschaft.
- • Agenturen akquirieren Leihmütter über soziale Medien.
- • Eine Leihmutter erhielt rund 20.000 Euro für Zwillinge.
- • Auch deutsche Paare zahlen bis zu 50.000 Euro.
- • Rechtliche Anerkennung der Elternschaft ist oft Richterwillkür.
Geschäft mit der Hoffnung
In Mexiko blüht der kommerzielle Markt für Leihmutterschaft, auch für Paare aus Deutschland. Agenturen wie „Babygest“ vermitteln für umgerechnet rund 50.000 Euro medizinische Betreuung und Leihmütter. Eine Mexikanerin berichtet von einer Facebook-Anzeige und vergleichsweise geringer Vergütung von 20.000 Euro für eine Zwillingsschwangerschaft.
Kritik an mangelnder Transparenz
Leihmütter kritisieren mangelnde Aufklärung und späten Kontakt zu den Wunscheltern. Agenturen versprechen umfassende Begleitung, die nicht immer eingehalten wird. Rechtsanwältin Vivian Günther verteidigt ihr Geschäftsmodell als ethisch vertretbar und kontrolliert.
Fragmentierte Rechtslage
Die Gesetzeslage in Mexiko ist uneinheitlich: Manche Bundesstaaten erlauben Leihmutterschaft, andere verbieten sie. Das führt besonders bei der gerichtlichen Anerkennung der Elternschaft zu Willkür. Frauenrechtsorganisationen fordern eine klare Regulierung, um Leihmütter zu schützen.
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