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International 14.05.2026, 08:45 Aktualisiert: 14.05.2026, 23:00

Israel und Hisbollah: Kämpfe trotz Waffenruhe, Verhandlungen in Washington

22 Tote bei israelischen Angriffen, darunter acht Kinder.

Wichtige Fakten

  • 22 Tote bei israelischen Angriffen, darunter acht Kinder.
  • Israel ruft Bewohner von acht Orten zur Evakuierung auf.
  • Mehr als 400 Tote während der Waffenruhe laut Libanon.
  • Direkte Friedensgespräche zwischen Libanon und Israel in Washington.
  • Hisbollah lehnt Verhandlungen ab und greift weiter an.

Kämpfe und zivile Opfer

Die israelische Armee hat ihre Angriffe im Libanon fortgesetzt, bei denen nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums 22 Menschen getötet wurden, darunter acht Kinder. Die amtliche Nachrichtenagentur NNA meldete etwa 40 angegriffene Ziele im Süden und Osten des Landes. Neue Evakuierungsaufrufe des israelischen Militärs betrafen acht Städte und Dörfer im Süden sowie in der Bekaa-Ebene – oft Vorboten weiterer Angriffe gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz. Unterdessen verletzte eine Hisbollah-Drohne mehrere Zivilisten in Israel, zwei von ihnen schwer.

Bilanz der Schein-Waffenruhe

Seit der vereinbarten Waffenruhe Mitte April wurden laut libanesischem Gesundheitsministerium über 400 Menschen getötet, vor allem Zivilisten, wie die libanesische Seite betont. Israelische Drohnen kreisen über Beirut, während Hisbollah weiterhin israelische Stellungen angreift. Ein geflohener Bewohner aus dem Süden bezeichnet die Waffenruhe als Lüge: „Dörfer wurden während der Feuerpause zerstört.“

Gespräche in Washington

Parallel zu den Kämpfen treffen sich Vertreter des Libanon und Israels zu direkten Gesprächen in Washington. Libanon fordert einen dauerhaften Waffenstillstand und ein Ende der Angriffe, Israel verlangt die Entwaffnung der Hisbollah und einen Friedensprozess. Die Hisbollah lehnt die Gespräche ab. Der Politiker Ghassan Hasbani sieht trotz schwierigen Umfelds einen guten Ausgangspunkt für Stabilität. Viele Libanesen hoffen allenfalls auf ein Sicherheitsabkommen mittelfristig, echter Frieden bleibt in weiter Ferne.

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