Louvre-Direktorin tritt nach Einbruchsserie und Missständen zurück
Wichtige Fakten
- • Juwelendiebstahl von 88 Millionen Euro im Oktober 2025 durch Einbruch mit Hebebühne.
- • Verdacht auf Ticketbetrug in Millionenhöhe führte zu Festnahmen von neun Personen.
- • Nur 39% der Museumsräume waren 2024 mit Überwachungskameras ausgestattet.
- • Mitarbeiterstreiks forderten mehr Personal und bessere Arbeitsbedingungen.
- • Parlamentsuntersuchung kritisierte 'systemisches Versagen' im Sicherheitsmanagement.
Rücktritt nach Sicherheitskrise
Laurence des Cars hat ihr Amt als Direktorin des Louvre niedergelegt, nachdem Präsident Emmanuel Macron ihr Rücktrittsgesuch annahm. Der Élysée-Palast bezeichnete dies als 'Akt der Verantwortung', da das meistbesuchte Museum der Welt Ruhe und neue Impulse brauche, um Sicherheits- und Modernisierungsherausforderungen zu bewältigen.
Serie von Missständen
Auslöser war ein spektakulärer Juwelendiebstahl im Oktober 2025, bei dem Diebe mit einer Hebebühne in das Museum einbrachen und Schmuck im Wert von 88 Millionen Euro stahlen. Zudem ermittelt die Polizei wegen eines mutmaßlichen Ticketbetrugs in Millionenhöhe, der zu neun Festnahmen führte. Berichte kritisierten 'systemische Versagen' und unzureichende Sicherheitsvorkehrungen, wobei nur 39% der Räume 2024 mit Überwachungskameras ausgestattet waren.
Interne Unruhen
Die Beschäftigten des Louvre waren unzufrieden und forderten in Streiks mehr Personal, bessere Arbeitsbedingungen und Investitionen in die Infrastruktur. Die Kulturministerin Rachida Dati hatte zunächst des Cars' Rücktrittsangebot abgelehnt, kündigte aber nach weiteren Krisen eine Überprüfung der Organisation an.
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