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Gesellschaft 26.08.2026, 08:36 Aktualisiert: 26.08.2026, 12:01

Malaria-Ausbruch am Flughafen Frankfurt: Ein Todesfall, sechs Infektionen bestätigt

Fraport-Mitarbeiter stirbt nach Malaria-Infektion, sechs Beschäftigte infiziert.

Wichtige Fakten

  • Fraport-Mitarbeiter stirbt nach Malaria-Infektion, sechs Beschäftigte infiziert.
  • Infektionen durch importierte Mücken im Frachtraum vermutlich im Juli.
  • Fälle ausschließlich im Rhein-Main-Gebiet gemeldet (RKI).
  • Fünf Patienten in medizinischer Behandlung, Mückenfallen installiert.
  • Letzter Fall von Airport-Malaria 2023 am Flughafen Frankfurt (RKI).

Neuer Fall am Frankfurter Flughafen

Nach dem Tod eines Mitarbeiters und sechs bestätigten Malaria-Infektionen am Frankfurter Flughafen rückt die seltene sogenannte Airport-Malaria in den Fokus. Der Flughafenbetreiber Fraport bestätigte, dass sechs Beschäftigte betroffen sind, nachdem zunächst nur von vier Fällen die Rede war. Die infizierten Mücken sollen im Frachtraum eines Flugzeugs eingeschleppt worden sein. Ein infizierter Mitarbeiter ist verstorben; die fünf weiteren Patienten werden medizinisch behandelt. Fraport und das Robert-Koch-Institut (RKI) bestätigten, dass die Fälle ausschließlich im Rhein-Main-Gebiet aufgetreten sind.

Symptome und Maßnahmen

Airport-Malaria entsteht, wenn infizierte Mücken aus Malariagebieten eingeschleppt werden und Menschen am Flughafen stechen. Die Krankheit ist ohne Behandlung lebensbedrohlich. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet nicht statt. Fraport hat Mückenfallen aufgestellt und informiert seine Mitarbeiter, bei Symptomen einen Arzt aufzusuchen und den Arbeitsplatz anzugeben. Mücken werden gesammelt, um ihre Art und Herkunft zu bestimmen. Ärzte im Rhein-Main-Gebiet wurden auf die Fälle hingewiesen.

Hintergrund und Entwicklungen

Eine europäische Studie zählt nur 145 Flughafen- und Gepäck-Malaria-Fälle zwischen 1969 und 2024, neun davon in Deutschland. Die Zahl solcher Fälle nimmt zu, und Experten fordern, die Effektivität von Desinfektionsvorschriften zu überprüfen. Zudem betont das RKI, dass fehlende Reiseanamnesen zu verzögerten Diagnosen führen könnten. Der letzte bekannte Flughafen-Malaria-Fall in Frankfurt ereignete sich 2023.

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