Zuckersteuer könnte viele Getränke verteuern
Wichtige Fakten
- • Finanzministerium plant 26 Cent Steuer pro Liter Getränk.
- • Die Steuer soll drei Stufen nach Zuckergehalt haben.
- • Das Landwirtschaftsministerium lehnt die Ausweitung ab.
- • Die Steuer soll 650 Millionen Euro jährlich einbringen.
- • Geplanter Start ist 2027, die Wirtschaft benötigt Zeit.
Die geplante Ausweitung der Zuckersteuer
Die Bundesregierung plant, eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke einzuführen, doch ein Arbeitspapier des Bundesfinanzministeriums zeigt: Die Abgabe könnte deutlich mehr Produkte treffen als ursprünglich gedacht. Betroffen wären demnach nicht nur Limonaden, sondern auch Nektare, Smoothies, getreidebasierte Drinks wie Hafermilch und sogar Getränke mit Süßungsmitteln.
Ziele und steuerliche Details
Die Bundesregierung will mit der geplanten Zuckersteuer den Zuckergehalt in Getränken senken und zusätzlich Einnahmen erzielen. Das Eckpunktepapier sieht vor, nicht nur zuckerhaltige Erfrischungsgetränke zu besteuern, sondern auch Fruchtsäfte, Fruchtnektare, Milchmischgetränke, pflanzliche Milchalternativen sowie alkoholfreie Biere und Weine. Die Steuer soll gestaffelt sein und bei 26 Cent pro Liter beginnen – bei höherem Zuckergehalt könnte der Satz auf bis zu drei Stufen ansteigen. Zudem sollen Sirupe und Konzentrate einbezogen werden.
Kritik und Zustimmung
Während Gesundheits- und Verbraucherverbände die durch neue Impulse begrüßen, stoßen die Pläne auf Widerstand aus der Unionsfraktion. Auch das CSU-geführte Landwirtschaftsministerium lehnt die Pläne ab und bemängelt eine Loslösung von den Empfehlungen der Finanzkommission Gesundheit. Das ministerium hinterfragt auch andere ressortseitig geplante Details und fordert eine Verschiebung von 2027 auf später. Das Vorhaben soll rund 650 Millionen Euro jährlich in die Staatskasse spülen.
Die genauen Verfahren zwischen den Ressorcion und eine Zustimmung im Bundestag stehen noch aus. Der öffentliche Diskurs und Beratungenüber den Vorschlag sind im vollen Gang.
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