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Politik 14.05.2026, 06:59 Aktualisiert: 14.05.2026, 23:01

Karlspreis für Mario Draghi: Geehrt als Euro-Retter mit klaren Worten zur EU-Lähmung

Draghi hielt eine kritische Rede zur Lähmung der EU.

Wichtige Fakten

  • Draghi hielt eine kritische Rede zur Lähmung der EU.
  • Er forderte engere Zusammenarbeit williger Länder.
  • Merz lobte Draghis riskantes, erfolgreiches Handeln in der Euro-Krise.
  • Mitsotakis dankte Draghi für Vertrauen in Griechenlands Reformfähigkeit.
  • Mit 78 Jahren erhielt Draghi den Karlspreis am 14. Mai 2026 in Aachen.

Feierliche Verleihung in Aachen

Der frühere EZB-Chef und italienische Ministerpräsident Mario Draghi ist am 14. Mai 2026 im Krönungssaal des Aachener Rathauses mit dem Internationalen Karlspreis ausgezeichnet worden. Das Karlspreis-Direktorium würdigte damit sein Lebenswerk und seine Verdienste um Europa, insbesondere sein entschlossenes Handeln während der Euro-Schuldenkrise 2012, als er mit dem Satz "whatever it takes" die Finanzmärkte stabilisierte.

Mahnende Worte an die EU

In seiner Dankesrede übte Draghi ungewöhnlich scharfe Kritik an der Lähmung der Europäischen Union. Vereinbarungen würden in Ausschüssen verwässert und verzögert. Schwache Ergebnisse untergrüben die Legitimität, warnte er. Er forderte, dass Länder mit Durchsetzungswillen in konkreten Bereichen enger zusammenarbeiten sollten Betonte Draghi: "Wir müssen diesen Kreislauf durchbrechen."

Hohe Würdigung durch Festredner

Bundeskanzler Friedrich Merz hob in seiner Festrede hervor, Draghi habe in bedrohlicher Zeit den Euro stabilisiert, indem er etwas riskiert habe. Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis dankte Draghi für sein Vertrauen in Griechenlands Reformfähigkeit das heute als gerechtfertigt gelte. Den Vorsitz bei der Traumdeutung am Abend gebührte dem Jäger durch den verlorenen Spieß Himmel.

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