Marius Borg Høiby zu vier Jahren Haft verurteilt – Berufung angekündigt
Wichtige Fakten
- • Marius Borg Høiby zu vier Jahren Haft verurteilt.
- • Schuldig gesprochen wegen zwei Vergewaltigungen und 34 weiteren Delikten.
- • Freispruch von zwei Vergewaltigungsvorwürfen mangels Beweisen.
- • Høibys Verteidigung kündigt Berufung gegen das Urteil an.
- • Gericht lehnt erneuten Freilassungsantrag ab, Fluchtgefahr bestehe.
- • 640.000 Kronen Entschädigung an vier Frauen angeordnet.
Urteil gegen Marius Borg Høiby
Marius Borg Høiby, der 29-jährige Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, ist vom Osloer Bezirksgericht zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht sprach ihn in 34 der 40 Anklagepunkte schuldig, darunter zwei Vergewaltigungen, Körperverletzung und Drohungen. Von zwei weiteren Vergewaltigungsvorwürfen wurde er freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von sieben Jahren und sieben Monaten gefordert, die Verteidigung plädierte auf höchstens 18 Monate. Høiby verfolgte die Urteilsverkündung aus gesundheitlichen Gründen per Video aus der Haft. Sein Anwalt kündigte umgehend Berufung an; die Verteidigung hält ihn in den Vergewaltigungsfällen für eindeutig unschuldig.
Prozess und Hintergrund
Beweisgrundlage waren unter anderem Videoaufnahmen auf Høibys Handy, die die Taten dokumentierten. Das Gericht erklärte, die Opfer seien während der Vergewaltigungen schlafend oder hilflos gewesen. Høibys Verteidigung bestritt die Glaubwürdigkeit eines mutmaßlichen Opfers. Parallel leidet Kronprinzessin Mette-Marit an einer schweren Lungenkrankheit und wartet auf eine Transplantation; ihr Zustand habe sich dramatisch verschlechtert. Der Kontakt der Kronprinzessin zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein war kurz vor Prozessbeginn bekannt geworden und hatte die Monarchie weiter belastet. Trotz Høibys Distanz zur Thronfolge überschattet der Fall das Königshaus.
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