Meningitis-Ausbruch an der University of Kent: Zwei Tote und elf Schwerkranke
Wichtige Fakten
- • Zwei junge Erwachsene (18-21 Jahre) sind an invasiver Meningokokken-Erkrankung gestorben.
- • Elf weitere Personen aus der Region Canterbury sind schwer erkrankt und im Krankenhaus.
- • Die UKHSA kontaktiert über 30.000 Personen und verteilt präventiv Antibiotika.
- • Der Ausbruch wird mit einem sozialen Event in Canterbury in Verbindung gebracht.
- • Die genaue Stammvariante der bakteriellen Erkrankung ist noch nicht identifiziert.
Ausbruch an der University of Kent
An der University of Kent in Canterbury, Großbritannien, sind zwei junge Menschen im Alter zwischen 18 und 21 Jahren an einer invasiven Meningokokken-Erkrankung gestorben, einer davon war Student der Universität. Elf weitere Personen, überwiegend im gleichen Altersbereich und teils ebenfalls Studierende, sind schwer erkrankt und werden im Krankenhaus behandelt. Die UK Health Security Agency (UKHSA) hat mehr als 30.000 Studierende, Mitarbeiter und deren Familien kontaktiert und verteilt präventiv Antibiotika an enge Kontaktpersonen sowie an Personen in bestimmten Wohnblöcken auf dem Campus.
Maßnahmen und Symptome
Die Gesundheitsbehörden gehen davon aus, dass der Ausbruch mit einem sozialen Event in Canterbury zusammenhängt, das einige der Erkrankten besuchten. Spezialisten der UKHSA führen Interviews, um Kontaktpersonen zu identifizieren. Bei der Erkrankung handelt es sich um eine invasive Form, die sowohl eine Meningitis (Hirnhautentzündung) als auch eine Sepsis (Blutvergiftung) verursachen kann. Symptome umfassen unter anderem hohes Fieber, starke Kopfschmerzen, Erbrechen, Nackensteifigkeit, Verwirrtheit und einen charakteristischen Hautausschlag, der unter Druck nicht verblasst.
Risikogruppe und Warnungen
Die UKHSA und die Hilfsorganisation Meningitis Now betonen, dass junge Erwachsene und Studierende aufgrund des engen Zusammenlebens in Wohnheimen und bei sozialen Aktivitäten ein erhöhtes Risiko für die Ausbreitung der Bakterien haben. Zudem werden frühe Symptome wie Kopfschmerzen oder Fieber oft mit Erkältungen, Grippe oder einem Kater verwechselt, was zu gefährlichen Verzögerungen bei der Behandlung führen kann. Die Behörden und die Universität drängen darauf, bei Verdacht sofort medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
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