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Gesellschaft 11.04.2026, 08:35 Aktualisiert: 11.04.2026, 15:09

Meningitis-B-Impfkampagne in Kent nach tödlichem Ausbruch

Fast 12.000 Menschen erhalten zweite Meningitis-B-Impfung ab nächster Woche.

Wichtige Fakten

  • Fast 12.000 Menschen erhalten zweite Meningitis-B-Impfung ab nächster Woche.
  • Ausbruch forderte zwei Todesopfer und 19 bestätigte Fälle in Kent.
  • Impfprogramm richtet sich an Studierende, Schüler und Nachtclub-Besucher.
  • Zweite Dosis muss mindestens vier Wochen nach der ersten verabreicht werden.
  • UKHSA erklärte nationalen Vorfall zur Mobilisierung von Ressourcen.

Impfkampagne nach tödlichem Ausbruch

Nach einem tödlichen Meningitis-B-Ausbruch in Kent erhalten fast 12.000 Menschen, die bereits eine erste Impfdosis erhalten haben, ab nächster Woche ihre zweite Dosis. Der Ausbruch forderte zwei Todesopfer und 19 bestätigte Fälle, was Gesundheitsminister Wes Streeting als "beispiellos" aufgrund der schnellen Verbreitung bezeichnete. Die UK Health Security Agency (UKHSA) erklärte einen nationalen Vorfall, um Ressourcen wie Antibiotika bereitzustellen.

Zielgruppe und Ablauf der Impfung

Das Impfprogramm richtet sich an Personen, die möglicherweise exponiert waren, darunter Studierende in Wohnheimen, Schüler bestimmter Schulen und Besucher des Nachtclubs Club Chemistry, wo der Ausbruch vermutlich begann. Kliniken in Canterbury, Faversham und Ashford bieten Termine über ein Online-Buchungssystem an. Die zweite Dosis muss mindestens vier Wochen nach der ersten verabreicht werden, schützt gegen die meisten Meningokokken-B-Stämme im UK und ist Teil einer gezielten Kampagne, die nach dem Ausbruch ausgeweitet wurde.

Hintergrund und politische Reaktion

In Großbritannien gibt es seit 2015 ein Routineimpfprogramm für Meningitis B bei Babys und Kleinkindern, Teenager erhalten jedoch nur den MenACWY-Impfstoff, der nicht gegen MenB schützt. Aufgrund des Ausbruchs hat Streeting unabhängige Experten des Joint Committee on Vaccination and Immunisation (JCVI) gebeten, die Entscheidung, Teenager nicht zu impfen, erneut zu prüfen, während präventive Antibiotika einer breiteren Gruppe angeboten wurden.

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