Messerangriff in London: Zwei Juden schwer verletzt, Polizei stuft Tat als Terrorakt ein
Wichtige Fakten
- • Angriff in Golders Green: Zwei jüdische Männer (34, 76) verletzt.
- • Polizei ermittelt wegen Terrorverdachts; Tatverdächtiger ist britischer Somalier.
- • Suspect hatte Vorstrafen wegen Gewalt und psychische Probleme.
- • Iran-nahe Gruppe HAYI bekannte sich, aber Beteiligung unklar.
- • Premierminister Starmer: ‚Angriffe auf Juden sind Angriffe auf Britain.‘
Hintergrund des Angriffs
Am 29. April 2026 wurden in London zwei jüdische Männer im Alter von 34 und 76 Jahren bei einem Messerangriff schwer verletzt. Die Tat ereignete sich im Stadtteil Golders Green, einem jüdisch geprägten Viertel. Die Polizei stufte den Vorfall als terroristischen Angriff ein, der offenbar gezielt der jüdischen Gemeinschaft galt. Der 45-jährige Tatverdächtige, ein britischer Staatsbürger somalischer Herkunft, wurde noch am Tatort überwältigt und festgenommen. Er hat eine Vorgeschichte von Gewalt und psychischen Problemen.
Ermittlungen und Reaktionen
Die Anti-Terror-Einheit ermittelt sowohl die Umstände als auch mögliche Verbindungen zu extremistischen Gruppierungen. Zunächst wurde berichtet, dass die Terrormilizen Islamischer Staat und Al-Kaida sowie die Iran-nahe Gruppe HAYI zu Angriffen auf Juden aufgerufen haben. Inzwischen gibt es Hinweise, dass die Iran-nahe Gruppe HAYI die Verantwortung für den Angriff übernommen hat, jedoch gehen die Ermittler davon aus, dass diese Behauptung eher opportunistisch sei und keine direkte staatliche Beteiligung bestehe. Die Videoaufzeichnungen der Körperkameras der Polizeibeamten sind entscheidend für die Aufklärung des Angriffs.
Politische und gesellschaftliche Reaktionen
Premierminister Keir Starmer reagierte betroffen und sprach von einem zutiefst antisemitischen Angriff, der auch ein Angriffauf das gesamte Vereinigte Königreich sei. Er plant eine Erhöhung der Sicherheitsmaßnahmen für die jüdische Gemeinschaft. Auch Bürger und Multiplikatoren wie der Bürgermeister von London, Sadiq Khan, und die liberaldemokratische Abgeordnete Sarah Sackman wurden von Augenzeugen kritisiert, die der Polizei Versagen vorwerfen. Die Außenministerien Islands und der USA riefen zu entschlossenem Handeln gegen Antisemitismus und zur Versinnbildlichung der "enormen Tragödie" auf. König Charles zeigte sich ebenfalls tief besorgt.
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