Meta-Whistleblowerin Wynn-Williams und Giuffre erhalten Auszeichnung für Redefreiheit
Wichtige Fakten
- • Sarah Wynn-Williams und Virginia Giuffre teilen sich erstmals den Freedom to Publish Preis.
- • Wynn-Williams’ Buch 'Careless People' enthüllt angebliche Missstände bei Meta.
- • Giuffres 'Nobody’s Girl' dokumentiert Missbrauch, den sie durch Jeffrey Epstein erlitt.
- • Wynn-Williams warnte vor reichen Eliten, die das Rechtssystem zu ihrem Vorteil nutzen.
Preisverleihung an zwei couragierte Autorinnen
Sarah Wynn-Williams, ehemalige Facebook-Managerin und Whistleblowerin, sowie die verstorbene Virginia Giuffre haben gemeinsam den Freedom to Publish Preis der British Book Awards erhalten – erstmals in der Geschichte der Auszeichnung. Geehrt wurden sie für ihre Memoiren, die Missstände in Tech-Konzernen und Sexualverbrechen aufdecken.
Wynn-Williams’ Warnung vor Machtmissbrauch
Wynn-Williams nutzte ihren seltenen öffentlichen Auftritt bei der Preisverleihung, um vor „Netzwerken mächtiger Eliten“ zu warnen, die mit Reichtum und Einfluss kritische Stimmen unterdrücken. Sie selbst unterliegt seit Erscheinen ihres Buches einer einstweiligen Verfügung von Meta, die ihr bei Verstößen mit 50.000 Dollar Strafzahlungen droht. Ihr Verlag lobte ihre „erstaunliche Tapferkeit“, während Index on Censorship die Ironie betonte, dass ein Konzern, der Redefreiheit proklamiere, sie zum Schweigen bringe.
Giuffres posthume Ehrung
Virginia Giuffre, die sich 2025 das Leben nahm, erhielt den Preis posthum für ihren Bericht über den Missbrauch durch Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell. Ihre Koautorin Amy Wallace nahm die Ehrung per Videobotschaft entgegen und betonte, Giuffres Buch solle vor allem anderen Betroffenen von sexuellem Missbrauch helfen. Sky Roberts, Giuffres Bruder, würdigte ihre Kraft, „der Macht die Wahrheit zu sagen“.
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