Metropolitan Police befragt drei Frauen im Fall Mohamed Al Fayed
Wichtige Fakten
- • Drei Frauen (40er, 50er, 60er) wurden unter Vorbehalt zu Menschenhandel und Beihilfe zu Vergewaltigung befragt.
- • 154 Opfer haben bisher Vorwürfe sexuellen Missbrauchs, Vergewaltigung oder Menschenhandels gemeldet.
- • Die Ermittlungen umfassen etwa 400 mutmaßliche Straftaten zwischen 1977 und 2014.
- • Harrods hat ein Entschädigungsprogramm eingerichtet, das bis 31. März läuft.
Ermittlungen gegen mutmaßliche Mittäter
Die Metropolitan Police in London hat drei Frauen im Alter zwischen 40 und 60 Jahren im Rahmen der Ermittlungen zu den Missbrauchsvorwürfen gegen den verstorbenen Harrods-Besitzer Mohamed Al Fayed befragt. Die Frauen stehen unter Verdacht, Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung sowie Beihilfe zu Vergewaltigung und sexuellem Missbrauch begangen zu haben. Bisher wurden keine Festnahmen vorgenommen, die Ermittlungen dauern an.
Umfang der Vorwürfe
Insgesamt haben sich 154 Opfer bei der Polizei gemeldet und Vorwürfe sexuellen Missbrauchs, Vergewaltigung oder Menschenhandels erhoben. Die mutmaßlichen Straftaten erstrecken sich über einen Zeitraum von 1977 bis 2014 und umfassen etwa 400 Einzelfälle. Al Fayed, der 2023 im Alter von 94 Jahren starb, wird vorgeworfen, seine Macht und seinen Reichtum genutzt zu haben, um über Jahrzehnte hinweg Frauen zu missbrauchen.
Reaktionen und Entschädigung
Die Anwälte der Opfer begrüßen die Ausweitung der Ermittlungen, kritisieren jedoch, dass bisher nur drei Verdächtige befragt wurden und alle weiblich sind. Harrods hat ein Entschädigungsprogramm für die Opfer eingerichtet, das bis zum 31. März 2026 läuft und bereits 180 Anträge verzeichnet. Die Polizei betont, dass die Opfer im Mittelpunkt der komplexen und weitreichenden Untersuchung stehen.
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