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Kultur 21.04.2026, 15:41 Aktualisiert: 21.04.2026, 23:08

Michael-Jackson-Biopic löst Debatte über "weißgewaschene" Darstellung aus

Der Film wird von der Jackson-Familien-Stiftung finanziert und nutzt Jacksons Originalaufnahmen.

Wichtige Fakten

  • Der Film wird von der Jackson-Familien-Stiftung finanziert und nutzt Jacksons Originalaufnahmen.
  • Die Missbrauchsvorwürfe gegen Jackson wurden aufgrund einer Geheimhaltungsvereinbarung aus dem Film entfernt.
  • Jacksons Neffe Jaafar Jackson erhält Lob für seine Darstellung, der Film selbst aber scharfe Kritik.
  • Kritiker bemängeln eine "sterilisierte" und oberflächliche Darstellung von Jacksons Leben.
  • Der Film konzentriert sich auf Jacksons musikalische Karriere von den Jackson 5 bis zu Solohits.

Kritik an der Darstellung

Die neue Michael-Jackson-Biopic "Michael" stößt bei Filmkritikern auf scharfe Ablehnung, da sie als "weißgewaschen" und "sterilisiert" beschrieben wird. Kritiker bemängeln, dass der Film die sexuellen Missbrauchsvorwürfe gegen Jackson komplett ausspart und stattdessen eine oberflächliche, klischeehafte Darstellung seines Lebens bietet. Der Film, der von Jacksons Nachlass finanziert wird und seine Originalaufnahmen nutzt, konzentriert sich auf seinen musikalischen Aufstieg mit den Jackson 5 und seiner Solokarriere.

Gründe für die Auslassungen

Ursprünglich waren Szenen zu den Vorwürfen geplant, wurden aber aufgrund einer wiederentdeckten Geheimhaltungsvereinbarung (NDA) mit Jordan Chandler gestrichen. Dies führte zu Nachdrehs und einem neuen Ende, das die Handlung in den späten 1980er Jahren abschließt, bevor die ersten Anschuldigungen öffentlich wurden. Regisseur Antoine Fuqua äußerte sich skeptisch zu den Vorwürfen und verwies auf finanzielle Motive der Ankläger.

Gemischte Reaktionen auf die Darstellung

Während Jacksons Neffe Jaafar Jackson für seine Darstellung gelobt wird, erhält der Film selbst überwiegend negative Kritiken. Einige Kritiker sehen ihn als "zynische Geldmaschine" oder "seelenlosen Cash-Grab", der die Grenze zwischen Kino und Merchandise verwischt. Andere, wie die Hollywood Reporter, betonen, dass der Film für Nostalgie-Fans ein "phänomenales" Musikerlebnis biete, aber keine neuen Einblicke in Jacksons Leben liefere.

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