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Wissen 05.02.2026, 05:24 Aktualisiert: 05.02.2026, 23:11

Recyceltes Polyester: Umweltfreundliche Täuschung?

Recyceltes Polyester setzt 55 % mehr Mikroplastik frei als neues Polyester.

Wichtige Fakten

  • Recyceltes Polyester setzt 55 % mehr Mikroplastik frei als neues Polyester.
  • Mikroplastik gelangt über das Abwasser in Umwelt und Meere.
  • Fast-Fashion-Produkte tragen zur Mikroplastikbelastung bei.
  • Mikroplastik setzt Treibhausgase wie Methan frei, was das Klima beeinflusst.
  • Recycling allein ist keine ausreichende Lösung für das Mikroplastikproblem.
  • Selbst Kläranlagen mit 99 % Effizienz können nicht alle Mikroplastikpartikel entfernen.
  • Recyclingprozesse müssen in geschlossenen Kreisläufen stattfinden, um nachhaltig zu sein.
  • Neues Studienergebnis: Freigesetzte Mikroplastikpartikel sind bei Recyclingpolyester kleiner.
  • Gefährliche Chemikalien wurden in Fast-Fashion-Produkten wie denen von Shein gefunden.
  • Unklarheit über das Risiko von Mikroplastikaufnahme durch Tiere und Menschen.
Neue Studien unterstreichen die Probleme mit Recyclingpolyester. Diese Fasern, die als umweltfreundliche Alternative gelten, setzen 55 % mehr Mikroplastik frei als neues Polyester, wobei zudem kleinere Partikel entstehen, die noch schwerer zu filtern sind. Dies stellt ein erhebliches Risiko für aquatische Ökosysteme und das Klima dar, da Mikroplastik bei Zerfall Treibhausgase freisetzt. Die Fast-Fashion-Industrie trägt maßgeblich zu dieser Problematik bei, da kurzlebige Kollektionen häufiger im Umlauf sind. Experten betonen die Notwendigkeit nachhaltigerer Recyclingprozesse in geschlossenen Kreisläufen und warnen vor der gefährlichen Chemikalienbelastung in solchen Produkten, wie in einer Greenpeace-Stichprobe bei Shein festgestellt wurde.

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