Kolumbien: Militärflugzeugabsturz fordert mindestens 66 Tote, Ursache unklar
Wichtige Fakten
- • Ein Militärtransportflugzeug Hercules C-130 stürzte in Puerto Leguízamo kurz nach dem Start ab.
- • Mindestens 66 Menschen starben, 77 wurden verletzt, vier gelten noch als vermisst.
- • An Bord waren 128 Personen, darunter 114 Soldaten und elf Besatzungsmitglieder.
- • Die Ursache ist unklar, Angriffe bewaffneter Gruppen wurden ausgeschlossen.
- • Präsident Petro kritisiert bürokratische Probleme bei der Modernisierung der Militärflotte.
Zusammenfassung
In Kolumbien ist ein Militärtransportflugzeug vom Typ Hercules C-130 kurz nach dem Start in Puerto Leguízamo im Süden des Landes abgestürzt. Laut Tagesschau und anderen Quellen kamen dabei mindestens 66 Menschen ums Leben, 77 wurden verletzt und vier gelten noch als vermisst. An Bord waren 128 Personen, darunter 114 Soldaten und elf Besatzungsmitglieder. Rettungskräfte und Anwohner eilten zur Unfallstelle, um Verletzte zu versorgen und nach Überlebenden zu suchen, wobei lokale Bewohner viele Verletzte auf Motorrädern zu Krankenhäusern brachten.
Hintergrund und Reaktionen
Die Ursache des Absturzes ist noch unklar und wird untersucht, Angriffe bewaffneter Gruppen wurden ausgeschlossen. Verteidigungsminister Pedro Sánchez sprach von einem "zutiefst schmerzlichen Ereignis" für das Land. Präsident Gustavo Petro bezeichnete den Vorfall als "horrenden Unfall" und kritisierte bürokratische Probleme bei der Modernisierung der Militärflotte, wobei er in sozialen Medien auf veraltete Ausrüstung hinwies. Das Flugzeug war in lufttüchtigem Zustand und die Besatzung qualifiziert.
Weitere Details und Kontext
Der Absturz ereignete sich nahe der Grenze zu Peru in einer Region, in der die Armee gegen Drogenkartelle kämpft. Mobilfotovideos zeigten den Absturz mit einer großen Rauchwolke und Explosionen, die von Munition an Bord verursacht wurden. Dies ist der zweite tödliche Unfall eines Hercules C-130 innerhalb weniger Monate, nach einem ähnlichen Vorfall in Bolivien im Februar. Die Untersuchung zur genauen Ursache läuft weiter.
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