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International 19.05.2026, 05:22 Aktualisiert: 19.05.2026, 23:03

Ukraine wirbt kolumbianische Kämpfer an – Zahl der Toten steigt

Etwa 7.000 Kämpfer aus Lateinamerika, meist Kolumbianer, kämpfen in der Ukraine.

Wichtige Fakten

  • Etwa 7.000 Kämpfer aus Lateinamerika, meist Kolumbianer, kämpfen in der Ukraine.
  • Mindestens 600 Kolumbianer wurden in dem Konflikt bislang getötet.
  • Kolumbianische Kämpfer erhalten rund 2.600 Euro Sold – das Sechsfache des kolumbianischen Mindestlohns.

Rekrutierung aus Lateinamerika

Die ukrainische Armee wirbt gezielt ausländische Kämpfer an, um ihren Personalmangel zu kompensieren. Rund 7.000 Söldner aus Lateinamerika – überwiegend Kolumbianer – dienen derzeit an der Front. Der Kolumbianer Chris Fucker gehört seit 2024 zur ukrainischen Fremdenlegion und ist von einem tödlichen Konflikt zurückgekehrt: 'Man sieht den Tod vor sich – Angriffe von Drohnen, Artillerie, tote Russen.' Die Kämpfer erhalten etwa 2.600 Euro pro Monat, was in Kolumbien dem Sechsfachen des Mindestlohns entspricht.

Gedenkstätte in Kiew und Verlustanzeigen

Auf dem Unabhängigkeitsplatz (Maidan) in Kiew sind Hunderte kolumbianische Flaggen und Porträts gefallener Männer aufgestellt – die meisten zwischen 20 und 30 Jahre alt. Viele überleben nur wenige Wochen. Die 58-jährige Kolumbianerin Arnedo Nieto reiste nach Kiew, um Abschied von ihrem 25-jährigen Sohn Javier zu nehmen, der im April vermisst wurde. Todesnachrichten erreichen die Angehörigen oft nur per WhatsApp.

TikTok-Werbung und Widerhall in Kolumbien

Einige Ukrainer lockten auf TikTok junge Kolumbianer mit dem Traum vom schnellen Geld. Luz Marina Cendales unterstrich dies und merkte an, dass viele Teenager die Gefahr unterschätzen: 'Alle sind wegen eines Traums gekommen – den sie jetzt nicht mehr leben können.' Bislang sind etwa 600 kolumbianische Kämpfer gefallen.

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