Tote nach ukrainischem Angriff im besetzten Luhansk – Putin droht mit Vergeltung
Wichtige Fakten
- • Zahl der Toten in Starobilsk steigt auf elf.
- • Russland meldet 48 Verletzte und zehn Vermisste.
- • Ukraine bestätigt Angriff auf Hauptquartier der Drohneneinheit Rubikon.
- • Öllager in Noworossijsk nach Drohnenangriff in Brand.
- • Putin ordnet Vergeltung an und spricht von "Terrorakt".
Angriff auf Starobilsk eskaliert
Einen Tag nach dem ukrainischen Angriff auf die besetzte Stadt Starobilsk in der Region Luhansk ist die Zahl der Toten auf elf gestiegen, wie das russische Zivilschutzministerium mitteilte. 48 Menschen wurden verletzt, zehn werden noch vermisst. Russlands Präsident Wladimir Putin beschuldigte die Ukraine eines "Terrorakts" und kündigte Vergeltung an. Laut lokalen Behörden handle es sich um ein Studentenwohnheim; Putins Sprecher betonte, es gebe keine militärischen Einrichtungen in der Nähe.
Ukraine widerspricht Vorwürfen
Das ukrainische Militär erklärte hingegen, eine gezielte Attacke auf das Hauptquartier der russischen Elite-Drohneneinheit Rubikon geflogen zu haben. Einheiten dieser Spezialeinheit hätten regelmäßig zivile Ziele in der Ukraine beschossen. Die Ukraine bestand auf der Einhaltung des humanitären Völkerrechts. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor auch den Beschuss eines FSB-Hauptquartiers in der Region Cherson gemeldet.
Weitere Angriffe auf russische Infrastruktur
Parallel dazu griff die Ukraine erneut ein Öllager in der Hafenstadt Noworossijsk am Schwarzen Meer an. Durch herabfallende Drohnentrümmer beschädigte ein Brand auch mehrere Hafengebäude. Die russische Flugabwehr meldete den Abschuss von 348 ukrainischen Drohnen in mehreren Regionen, darunter Belgorod, Kursk und die annektierte Krim. Die Ukraine berichtete ihrerseits von 124 russischen Drohnenangriffen, bei denen 102 Drohnen abgefangen wurden, aber zwölf Einschläge Schäden verursachten.
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