Roboter-WM: Chinesische Modelle unterbieten Bolt-Rekord
Wichtige Fakten
- • Bei Roboter-Weltmeisterschaft lief ein Roboter 100 m in 9,39 s.
- • Honor soll im Test sogar 9,32 s erreicht haben.
- • Deutschland will mit Qualität und Langlebigkeit punkten.
- • NEURA investierte 1,4 Milliarden Dollar.
Roboter besser als Bolt?
Bei der Eröffnung der Weltmeisterschaft humanoider Roboter in Peking hat ein chinesischer Roboter in 9,39 Sekunden die 100-Meter-Strecke zurückgelegt und damit den menschlichen Weltrekord von Usain Bolt (9,58 Sekunden) unterboten. Das Modell des Beijing Innovation Centre of Humanoid Robotics sorgte für Aufsehen. Zuvor hatte Honor bereits einen Rekord über 9,32 Sekunden gemeldet - nun hofft Beijing, bis zum 26. August bei den Wettkämpfen weiter zu glänzen.
China treibt Entwicklung voran
Chinas Robotik-Branche boomt: Mehr als 660 Teams mit über 2.000 Robotern aus 16 Ländern treten bei den Wettbewerben an. Auch alltägliche Anwendungen wie Haushaltsaufgaben werden geprüft. Europa und Deutschland setzen dagegen eher auf Industrietauglichkeit - etwa mit langlebigeren Modellen, die nicht nur bei kurzen Sprints, sondern über lange Einsätze überzeugen sollen.
Industrie setzt auf Qualität
Nach Aussage von Fraunhofer-Direktor Sebastian Reitelshöfer sind deutsche Systeme besonders robust und effizient. BMW testet humanoide Roboter in Werken in Leipzig und Spartanburg, Schaeffler will Schlüsselkomponenten liefern. Mit NEURA und Bosch stehen 60+ Start-ups bereit. Sie hoffen, dass Qualität und Langlebigkeit die entscheidenden Wettbewerbsvorteile gegenüber dem Massenmarkt aus China darstellen - der Markt wird bis 2030 auf ca. 30 Mrd. Dollar geschätzt.
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