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International 12.02.2026, 19:14 Aktualisiert: 12.02.2026, 23:04

Münchner Sicherheitskonferenz 2026: Reparatur der transatlantischen Beziehungen im Fokus

Wolfgang Ischinger will die transatlantischen Beziehungen reparieren, die er als 'kaputtes Fahrrad' bezeichnet.

Wichtige Fakten

  • Wolfgang Ischinger will die transatlantischen Beziehungen reparieren, die er als 'kaputtes Fahrrad' bezeichnet.
  • Die USA nehmen mit einer großen Delegation teil, darunter Regierungsvertreter und Trump-Gegner.
  • Mehr als 60 Staats- und Regierungschefs werden erwartet, aber keine Vertreter des iranischen Regimes.
  • Ischinger sieht die USA unter Trump als weniger partnerschaftlich, was Russland Vorteile bringt.
  • Die Europäer sollen auf der Konferenz klarmachen, dass sie als Partner behandelt werden möchten.

Zusammenfassung der Erwartungen

Die Münchner Sicherheitskonferenz 2026 steht im Zeichen der Reparatur der angespannten transatlantischen Beziehungen, die Wolfgang Ischinger, Leiter der Konferenz, als 'kaputtes Fahrrad' bezeichnet. Er wünscht sich, dass die Konferenz wie ein Fahrradreparaturshop funktioniert, um das gegenseitige Vertrauen zwischen Europa und den USA zu fördern. Ischinger betont, dass die USA unter Präsident Donald Trump die EU nicht mehr als vorteilbringenden Partner sehen, sondern auf Alleingänge setzen, was Russland begünstigt.

Teilnehmer und Themen

Die USA nehmen mit einer großen Delegation teil, die sowohl Regierungsvertreter wie Außenminister Marco Rubio als auch prominente Trump-Gegner wie Gouverneur Gavin Newsom und Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez umfasst. Insgesamt werden über 60 Staats- und Regierungschefs erwartet. Vertreter des iranischen Regimes sind nicht eingeladen; stattdessen werden zivilgesellschaftliche Vertreter und der Schah-Sohn Reza Pahlavi sprechen. Eine Solidaritätsdemonstration für die iranische Freiheitsbewegung ist angekündigt.

Herausforderungen und Ziele

Die Europäer sollen auf der Konferenz deutlich machen, dass sie als Partner behandelt werden möchten. Ischinger sieht die transatlantischen Beziehungen als grundlegend verändert an, mit Spannungen, die über frühere Konflikte wie den Irak-Krieg hinausgehen. Trotz der Herausforderungen ist die Teilnahme der USA ein Zeichen für ihr Interesse an einer Fortsetzung der Beziehungen. Die Konferenz zielt darauf ab, ein Gesamtbild der USA zu zeigen und nicht nur um Trump zu kreisen.

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