NATO-Verteidigungsministertreffen in Brüssel: Deeskalation nach Spannungen
Wichtige Fakten
- • USA loben europäische Bemühungen zur fairen Lastenteilung in der NATO.
- • NATO verstärkt Arktis-Präsenz als Zeichen der Entspannung im Grönland-Konflikt.
- • Deutschland plant Verteidigungsausgaben bis 2029 auf 153 Milliarden Euro zu erhöhen.
- • USA geben Spitzenposten in der NATO-Kommandostruktur an Europäer ab.
- • Deutschland schickt Generalinspekteur Breuer als Kandidat für NATO-Militärausschuss.
Zusammenfassung
Nach Wochen interner Spannungen, ausgelöst durch US-Präsident Trumps Drohungen zur Eingliederung Grönlands, zeigte sich beim NATO-Verteidigungsministertreffen in Brüssel eine deutliche Deeskalation. Die USA äußerten sich überraschend zufrieden mit den europäischen Bemühungen um eine fairere Lastenteilung und werteten die verstärkte Arktis-Mission der NATO als Entspannungssignal im Grönland-Konflikt. US-Staatssekretär Elbridge Colby betonte die Notwendigkeit einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit auf Basis von Verteidigung und Abschreckung.
Europäische Verantwortungsübernahme
NATO-Generalsekretär Mark Rutte hob die geplante Erhöhung der deutschen Verteidigungsausgaben auf knapp 153 Milliarden Euro bis 2029 hervor und unterstrich die wachsende Verantwortung Europas und Kanadas, während sich die USA stärker auf den Pazifik konzentrieren. Zudem kündigte die NATO an, dass die USA Spitzenposten in der militärischen Kommandostruktur an Europäer abgeben, wobei Deutsche künftig mehr Führungsverantwortung übernehmen sollen.
Deutscher Beitrag
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius kündigte an, dass Deutschland mit Generalinspekteur Carsten Breuer einen Kandidaten für den Vorsitz des NATO-Militärausschusses nominiert, eine der einflussreichsten Positionen im Bündnis. Die Nachfolgeentscheidung soll im September 2026 in Kopenhagen getroffen werden, mit Amtsantritt im Sommer 2027.
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