Nach FCAS-Aus: Merz und Macron ringen um deutsch-französische Beziehungen
Wichtige Fakten
- • FCAS-Kampfjetprojekt gescheitert.
- • Deutsch-französischer Ministerrat in Brühl.
- • Macron bietet Beteiligung an nuklearer Abschreckung an.
- • Macron darf 2027 nicht erneut kandidieren.
- • Rechtsnationale Le Pen könnte Beziehungen verändern.
Ministerrat in Brühl
Das FCAS-Kampfjetprojekt ist gescheitert – wie geht es jetzt weiter mit den deutsch-französischen Beziehungen? Beim Treffen des Ministerrats in Brühl sprechen Kanzler Merz und Präsident Macron nicht nur über sicherheitspolitische Fragen, sondern versuchen, nach dem abrupten Ende des Prestigeprojekts neue Impulse zu setzen. Aus französischen Kreisen heißt es, die Beziehungen ließen sich nicht auf das Kampfflugzeug reduzieren.
Sicherheitspolitische Beratungen
Ein wichtiger Teil der Beratungen ist die Sitzung des Deutsch-Französischen Verteidigungs- und Sicherheitsrates. Dabei soll etwa besprochen werden, wie die deutsche Seite an französischen Übungen zur nuklearen Abschreckung beteiligt werden kann, wie Macron es bei einer strategischen Rede im März angeboten hatte.
Pragmatismus und Abschied
Die Expertin Hélène Miard-Delacroix empfiehlt Pragmatismus und Realismus, um eine neue Dynamik zu schaffen. Die Themenpalette reicht von Wettbewerbsfähigkeit bis Weltraum. Im Hintergrund steht die bevorstehende Präsidentschaftswahl in Frankreich – Macron kann nicht erneut antreten – und die guten Umfragewerte der Rechtsnationalen Marine Le Pen dürften ebenfalls zur Sprache kommen.
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