NAHT-Chef kritisiert Ofsted: Inspektionssystem „treibt Schulleiter an den Rand der Zerstörung“
Wichtige Fakten
- • Ofsted hat im November ein neues Bewertungssystem mit sechs Bereichen eingeführt.
- • Schulleiterin Ruth Perry 2023 nach negativer Bewertung tot aufgefunden.
- • Eine unabhängige Gruppe soll Auswirkungen auf die psychische Gesundheit überwachen.
- • NAHT zog geplanten Arbeitskampf nach Gesprächen mit Ofsted zurück.
- • Regierung stellt 4 Mrd. Pfund für Sonderpädagogik bereit.
NAHT-Chef kritisiert Ofsted scharf
Paul Whiteman, Generalsekretär der National Association of Head Teachers (NAHT), hat auf der Jahreskonferenz in Belfast das Ofsted-Inspektionssystem für England scharf kritisiert. Er betonte, dass das „Nando's-ähnliche“ Bewertungssystem Schulleiter unter Druck setze „bis an den Rand der Zerstörung“ und weder Standards erhöhe noch Kindern diene. Whiteman warnte vor weiteren Tragödien nach dem Tod von Schulleiterin Ruth Perry im Jahr 2023, der auf eine geplante Herabstufung durch Ofsted zurückging.
Gespräche und Zugeständnisse
Nachdem der High Court eine rechtliche Anfechtung des neuen Systems abgewiesen hatte, erwog die NAHT zunächst Arbeitskampfmaßnahmen, nahm davon jedoch nach Gesprächen mit Ofsted und dem Bildungsministerium Abstand. Als Zugeständnis wurde ein unabhängiges Beratungsgremium eingerichtet, das die Auswirkungen der Änderungen auf die psychische Gesundheit von Schulleitern überwachen soll.
Lob für Regierungspolitik und Forderungen
Whiteman lobte die Regierung für Maßnahmen wie den Ausbau von Schulmahlzeiten und die Abschaffung der 2-Kind-Obergrenze bei Sozialleistungen, forderte aber eine ausreichende Finanzierung für die Reform der Sonderpädagogik. Zudem warnte er vor gesellschaftlicher Spaltung und betonte die Rolle von Lehrkräften im Kampf gegen Hass und Polarisierung.
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