NATO-Gipfel in der Türkei: Strategischer Partner mit Spannungen
Wichtige Fakten
- • Türkei hat zweitgrößte Armee der NATO mit 500.000 Soldaten.
- • Ankara blockierte Finnland/Schweden-Beitritt und Rutte-Ernennung.
- • Türkei kaufte 2019 russisches S-400-System, USA schloss sie von F-35 aus.
- • Trump kommt nur wegen Erdogan und deutet KAAN-Unterstützung an.
- • Vor dem Gipfel wurden über 200 Menschen festgenommen.
Am Dienstag begann in Ankara der NATO-Gipfel, bei dem die Türkei als Gastgeber eine zentrale Rolle spielt. Die strategische Bedeutung des Landes ist groß: Es stellt die zweitgrößte Armee des Bündnisses und leistet Beiträge in der Luftpatrouille im Baltikum. Dennoch ist das Verhältnis zur NATO von Konflikten geprägt.
Ankara blockierte lange die Beitritte Finnlands und Schwedens und stimmte gegen die Ernennung von Generalsekretär Mark Rutte. Kritisiert werden auch die engen Beziehungen zu Russland, die Teilnahme an Sanktionen blieb aus, obwohl die Türkei russische Angriffe verurteilt. Der Kauf des S-400-Systems 2019 führte zum Ausschluss aus dem F-35-Programm.
US-Präsident Trump signalisierte nun Unterstützung für das nationale Kampfflugzeug KAAN. Zugleich steht der Gipfel im Zeichen der Sorge vor einem Rückzug der USA. Die Sicherheitsmaßnahmen in Ankara sind extrem, über 200 Menschen wurden festgenommen, was Kritik von Sicherheitsexperten hervorrief. Dennoch hält das Bündnis an der Türkei als wichtigem Partner fest.
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