Neuer Anti-Rassismus-Standard für australische Universitäten ab 2027
Wichtige Fakten
- • Ab 2027 müssen alle Unis Anti-Rassismus-Standards einhalten.
- • Definitionen für Antisemitismus, Islamophobie und Rassismus gegen Indigene sind Pflicht.
- • Die IHRA-Definition ist nicht zwingend, eigene Definitionen sind erlaubt.
- • Regulierungsbehörde Teqsa kann Verstöße mit Sanktionen belegen.
- • Hochschulleitungen müssen künftig Gehälter und Beratungskosten offenlegen.
Ab dem Jahr 2027 müssen australische Universitäten verbindliche Definitionen von Antisemitismus, Islamophobie und Rassismus gegen Aborigines und Torres-Strait-Insulaner übernehmen. Dies sieht ein neuer Anti-Rassismus-Standard vor, der am Montag veröffentlicht wird. Gleichzeitig treten Governance-Grundsätze in Kraft, die eine Offenlegung von Gehältern der Kanzler sowie von Beraterausgaben erfordern.
Der Standard folgt dem 'Respect at Uni'-Bericht, der systemischen Rassismus an Hochschulen dokumentierte, darunter Fälle von Beleidigungen gegen palästinensische Studierende und Angst jüdischer Studierender. Die Universitäten können eigene Definitionen verwenden, müssen jedoch transparente Beschwerdeverfahren schaffen und Richtlinien für Personal und Studierende erlassen.
Die Einhaltung wird von der Tertiary Education Quality and Standards Agency (Teqsa) überwacht, die bei Verstößen Sanktionen wie Einschränkungen oder die Löschung der Zulassung verhängen kann. Bildungsminister Jason Clare betonte die null Toleranz gegenüber Hass, räumte aber Verbesserungsbedarf ein. Öffentliche Anhörungen vor der royal commission zu Antisemitismus starten diese Woche, wobei belastende Aussagen jüdischer Studierender erwartet werden.
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