Neunte Nacht der US-Angriffe: Iran spricht von 'Vollumfassendem Krieg'
Wichtige Fakten
- • US-Angriffe in neunter Nacht, Ziele in ganz Iran, erstmals auch Hafenstadt Buschehr.
- • Iran kündigt 'Strafoperation' an: Huthi-Rebellen verhängen Seehandelsblockade gegen Saudi-Arabien.
- • 17 US-Soldaten seit Kriegsbeginn getötet, zwei Öltanker vor Hormus manövrierunfähig.
- • Iran-Vermittler (Katar, Pakistan) schlagen 10-tägige Waffenruhe zur Wiederbelebung des MoU vor.
Angriffe der neunten Nacht und Rückkehr zur Totalen Konfrontation
Das US-Militär hat die neunte Nacht in Folge Ziele in Iran bombardiert. Nach Angaben des Regionalkommandos CENTCOM wurden erneut Kommandozentren, Luftabwehr- und Küstenüberwachungsanlagen, Raketen- und Drohnenstartplätze sowie Kommunikationsnetzwerke attackiert. Explosionen waren unter anderem in Täbris, Tschabahar, Bandar Mahschahr und Bandar Imam Chomeini zu hören. Erstmals wurde auch die Hafenstadt Buschehr getroffen, in der sich das einzige zivile Atomkraftwerk Irans befindet. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) rief zur Zurückhaltung in der Nähe aller Nuklearanlagen auf. US-Präsident Donald Trump erklärte, die Angriffe erfolgten „zu Ehren“ der drei gefallenen US-Soldaten. Trumps Drohung, dass Iran „jedes Mal zahlen“ werde, untermauert die Eskalationslogik. Die Zahl der getöteten US-Soldaten stieg auf 17. Auf iranischer Seite wurden nach Gesundheitsangaben 50 Tote und über 500 Verletzte gemeldet.
Iranische Vergeltungsschläge und Huthi-Blockade gegen Saudi-Arabien
Iran reagierte mit Angriffen auf US-verbündete Länder – hierzu zählen Drohnen-Abwehr in Kuwait, Luftalarm in Bahrain und Raketen auf den Flughafen Aqaba in Jordanien sowie ein Angriff auf ein syrisches US-Hauptquartier. Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen haben einen Seehandelsblockade gegen Saudi-Arabien verhängt, was den Schifffahrtsverkehr im Roten Meer stark gefährdet und die globale Energieversorgung weiter belastet. Zwei Öltanker sollen nach iranischen Angaben auf der südlichen Route der Straße von Hormus explodiert und manövrierunfähig geworden sein. Eine Bergungsaktion läuft. Ein britisches Marineschiff meldet ein Feuer vor der Küste Omans. Die Revolutionsgarde warnt, dass die Straße von Hormus für den Öltransit unsicher bleibe. Unterdessen rufen die Philippinen wegen der drohenden Energiekrise den nationalen Notstand aus.
Friedensbemühungen im Schatten der Eskalation
Obwohl die Kampfhandlungen weitergehen, laufen diplomatische Sondierungen über Mittler wie Katar und Pakistan. Bereits am Montag (Ortszeit) traf sich der iranische Innenminister in Islamabad zu Gesprächen. Den Vermittlern wird zudem eine 10-tägige Waffenruhe zur Wiederbelebung des Memorandums of Understanding (MoU) vorgelegt, das die Kampfhandlungen vom Juni 2026 loppen sollte. Der iranische Außenamtssprecher Esmaeil Baghaei bestätigte, dass Informationen ausgetauscht würden; US-Außenminister Rubio betonte, man sei für eine diplomatische Lösung offen, sofern Iran ernsthaft verhandle. Saudi-Arabien und Israel verstärken unterdessen ihre Kapazitäten. Israel warnte vor einer möglichen Ausweitung des Konflikts auf sein Territorium. Die libanesisch-israelische Kooperation in Südlibanon begann in „Pilotzonen“ in den Dörfern Froun, Srifa und Zawtar al-Gharbiya. Die Lage bleibt hochdynamisch.
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