Niedrigwasser im Rhein: Bahn reaktiviert Güterwaggons, Preise steigen
Wichtige Fakten
- • Rhein-Pegel in Kaub historisch niedrig.
- • Bahn will 900 Güterwaggons reaktivieren.
- • Sonntagsfahrverbote für Lkw gelockert.
- • Wirtschaftsweise Grimm warnt vor Preisanstieg.
Extremes Niedrigwasser im Rhein
Der Rhein-Pegel bei Kaub in Rheinland-Pfalz ist auf wenige Zentimeter gesunken, die Schifffahrt extrem eingeschränkt. Die wichtigste Wasserstraße Deutschlands führt derzeit so wenig Wasser wie nie, was zu erheblichen Beeinträchtigungen der Binnenschifffahrt führt und die Transportlogistik vor große Herausforderungen stellt.
Bahn als Ausweg
Die Deutsche Bahn will helfen und plant einem Bericht der Rheinischen Post zufolge, ausgemusterte Güterwaggons wieder in Betrieb zu nehmen. Dies geht aus einem Papier von DB-Cargo-Chef Bernhard Osburg für die "Verkehrsträgerübergreifende Koordinierungsrunde Niedrigwasser" hervor. Dabei soll die Reaktivierung dauerhaft abgestellter Güterwagen geprüft und vorbereitet werden. DB Cargo könnte so 900 Wagen mobilisieren, davon 300 sofort.
Maßnahmen der Politik
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) hatte angekündigt, Fracht auf Schiene und Straße zu verlagern. In mehreren Bundesländern wurden die Sonntagsfahrverbote für Lkw zeitweise gelockert oder aufgehoben, um die Versorgung aufrechtzuerhalten.
Preissteigerungen erwartet
Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm warnt vor steigenden Verbraucherpreisen als Folge der Transportprobleme. Besonders betroffen sind die Chemie- und Energiemärkte, etwa der Transport von Öl zu Raffinerien. Grimm kritisiert mangelnde Vorsorge der Politik und fordert langfristige Anpassungsstrategien an den Klimawandel.
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