Niedrigwasser am Rhein: Vertiefen oder anpassen?
Wichtige Fakten
- • Historische Tiefstände am Rhein bedrohen Lieferketten.
- • Bund will Fahrrinnen vertiefen.
- • Umweltverbände fordern Anpassung statt Ausbau.
Historisches Niedrigwasser bedroht Wirtschaft
Der Rhein hat in diesem Sommer historische Tiefstände erreicht, insbesondere am Pegel Kaub. Die nutzbare Fahrrinnentiefe sank auf nur noch 1,20 Meter, was die Schifffahrt stark beeinträchtigt. Frachter können ihre Ladung nicht voll ausgefüllen, was Lieferketten gefährdet und Transporte verteuert. Vor allem Chemie-, Stahl- und Energiewirtschaft sind betroffen.
Forderung nach Ausbau vs. ökologische Bedenken
Angesichts dieser Lage fordert das Bundesverkehrsministerium den Ausbau der Fahrrinnen, insbesondere am Mittelrhein. Ein Projekt, das Kiesablagerungen entfernen und Felsspitzen abtragen soll, um die Fahrrinnentiefe zu erhöhen. Forscher und Umweltverbände warnen jedoch, dass zunehmende Eingriffe in die Flüsse keine nachhaltige Lösung sind, sondern dass man sich stärker an das vorhandene Wasserdargebot anpassen und Flussauen renaturieren müsse, um Wasser in der Landschaft zu speichern.
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