RWE kapituliert vor Trump: Milliardendeal stoppt US-Offshore-Windprojekte
Wichtige Fakten
- • RWE erhält 1,22 Milliarden Dollar für die Aufgabe von drei US-Windprojekten.
- • RWE investiert 900 Millionen in LNG-Terminal Louisiana, 300 Millionen in Gaskraftwerke.
- • Kalifornien kündigt rechtliche Schritte gegen RWE-Deal an und leitet Untersuchung ein.
- • US-Regierung zahlt fast vier Milliarden Dollar für Aufgabe von Offshore-Windprojekten.
- • DUH kritisiert RWE als 'Handlanger der Trump-Regierung'.
RWE beendet Offshore-Windprojekte in den USA
Der deutsche Energiekonzern RWE gibt drei Offshore-Windpachtgebiete vor New York, Kalifornien und Louisiana auf und erhält dafür 1,22 Milliarden Dollar. Als Grund nennt RWE fehlende Genehmigungsfähigkeit „auf absehbare Zeit“. Das US-Innenministerium lobte die Einigung. Gleichzeitig verpflichtet sich RWE, 900 Millionen Dollar in ein LNG-Projekt in Louisiana zu investieren und 300 Millionen Dollar in Turbinen für geplante Erdgaskraftwerke.
Kritik und rechtliche Schritte in Kalifornien
Die kalifornische Energiekommission leitet rechtliche Schritte ein und sieht die US-Regierung im Unrecht. Nach dem Deal mit RWE hat sie Unterlagen angefordert. David Hochschild, Vorsitzender der Kommission, kündigte einen energischen Vorstoß an. Auch das RWE-Projekt Golden State Wind ist betroffen – bereits im Mai wurden Vorladungen ausgestellt.
Nationale und internationale Reaktionen
Die Trump-Administration setzt auf Entschädigungszahlungen an Entwickler, wenn diese zugleich in fossile Projekte investieren. Bis dato summierten sich die Zahlungen auf rund vier Milliarden Dollar. Deutsche Umweltorganisationen wie Urgewald kritisieren RWE streng. Urgewald-Sprecher Moritz Leiner sieht die Klimaziele der Bundesregierung geschwächt, Die DUH warnt vor dem „fatale Signal“ für den weltweiten Klimaschutz.
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