Trump ordnet deutliche Reduzierung der Militärmanöver mit Südkorea an
Wichtige Fakten
- • Trump ordnete wesentliche Reduzierung der Manöver an, zu spät für Absage.
- • Gründe: Kosten, gute Beziehung zu Kim, ausbleibende Hilfe bei Iran.
- • Manöver 'Ulchi Freedom Shield' starteten planmäßig mit 18.000 südkoreanischen Soldaten.
- • Nordkorea verurteilt Übungen als 'Probe für Angriffskrieg' und droht mit Reaktion.
- • Experten warnen vor Schwächung der Bündniskoordination und Abschreckung.
Trumps Entscheidung und Begründung
US-Präsident Donald Trump hat am Sonntag überraschend angekündigt, die gemeinsamen Militärmanöver mit Südkorea "wesentlich" zu reduzieren. Auf seiner Plattform Truth Social erklärte er, die Übungen seien "nicht nur kostenintensiv", sondern sendeten auch ein "völlig unangemessenes und feindseliges Signal" an Nordkorea. Er verwies auf seine "sehr gute Beziehung" zu Machthaber Kim Jong Un und kritisierte zudem, dass Südkorea sich nicht an der "Denuklearisierung" Irans beteiligen wolle. Da es zu spät sei, die Übungen abzusagen, habe er Verteidigungsminister Pete Hegseth angewiesen, sie deutlich zu verkleinern.
Militärische Lage und mögliche Auswirkungen
Trotz Trumps Ankündigung starteten die elftägigen Manöver "Ulchi Freedom Shield" planmäßig, wie das südkoreanische Verteidigungsministerium mitteilte. 18.000 südkoreanische Soldaten sowie US-Truppen und Personal aus elf weiteren Nationen der UN-Kommandos nehmen teil. Der Schwerpunkt liegt auf der Abwehr von Drohnen, Cyberangriffen und GPS-Störungen, um auf die wachsenden Fähigkeiten Nordkoreas zu reagieren. Allerdings warnen Experten wie Leif-Eric Easley, dass eine Reduzierung der Übungen die Bündniskoordination beeinträchtigen und die Abschreckung schwächen könnte. Zudem zeigte sich Nordkorea unbeeindruckt und kritisierte die Übungen weiterhin scharf.
Reaktionen in Südkorea und Expertenstimmen
Südkoreas Präsidialamt zeigt sich verhalten: Man wolle Trumps Kommentare bewerten und hoffe, dass dessen gutes Verhältnis zu Kim Jong Un zu konstruktiven Gesprächen führen könne. Gleichzeitig äußerte sich Cheong Seong-chang vom Sejong-Institut besorgt, dass Trump bei einem erneuten Gipfeltreffen mit Kim die Übungen gänzlich aussetzen oder sogar die US-Truppenpräsenz reduzieren könnte. Nordkorea-Experte Lim Eul-chul betont jedoch, Pjöngjang werde die Ankündigung nur ernst nehmen, wenn die Übungen komplett abgesagt würden.
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