Rekordtiefe Pegelstände in deutschen Flüssen: Dürre und Klimawandel verschärfen Lage
Wichtige Fakten
- • Pegel Duisburg-Ruhrort: 150 Zentimeter, neuer Tiefstwert (Unterbietung 2018er Rekord um 3 cm)
- • Düsseldorf 22 cm und Köln 67 cm ebenfalls historische Tiefststände laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt
- • BfG erwartet weiterhin fallende Wasserstände und Verschärfung der Niedrigwassersituation an Rhein, Elbe, Donau
- • Ungarns Atomkraftwerk Paks wurde wegen Niedrigwassers der Donau komplett heruntergefahren
- • Britische Farmer warnen vor Lebensmittelknappheit wegen Dürre (NFU-Präsident Bradshaw)
- • England erlebte trockensten Juli seit 1911 (8% der durchschnittlichen Regenmenge bzw. 5,6 mm Regen)
Deutschland im Dürremodus: Rekordtiefstände in Rhein, Elbe und Donau
Die anhaltende Trockenheit und hohe Temperaturen haben die Wasserstände deutscher Flüsse auf neue Rekordtiefststände fallen lassen. Laut Daten des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein wurde der Pegel Duisburg-Ruhrort auf 150 Zentimeter gemessen – damit wird der bisherige Tiefstwert vom Oktober 2018 um weitere drei Zentimeter unterschritten. Auch in Düsseldorf und Köln wurden historische Tiefs verzeichnet, mit 22 bzw. 67 Zentimetern an den Pegelmessstellen.
Auswirkung auf Schifffahrt und Industrie - Normale Betriebsamkeit nicht mehr möglichige Überblick
Das extremere Niedrigwasser zwingt die Binnenschifffahrt dazu, Frachtmengen drastisch zu reduzieren. Eine offizielle Sperrung der Fahrrinne besteht nicht, dennoch entscheiden die Kapitäne angesichts der Bedingungen oft selbst, nicht mehr zu fahren. Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister fordert die Einrichtung einer nationalen Taskforce: Die Lage an Rhein, Elbe und Donau müsse auf der Sonder-Verkehrsministerkonferenz behandelt werden, sagte der Grünen-Politiker. Bundeamtsanstalt für Gewässerkunde Baden wiederum kennt weiterhin fast keine Entlastung: An rund 44% der Rheinmessstellen, 16% der Elb- und 78% der Donau-Messstellen bestand am Montag extremer Niedrigwasser-Zustand.
Bekannte und neue Perspektive - Auswertung aber Europa
Laut Meteorologen ist (ähnlich wie bei historischen Hochwassern) das Ausschlaggereif mit dem fortschreitenden Klimawandel zu interpretieren, der die Wahrscheinlichkeit für extreme Dürren deutlich erhöht. Indes geht die Not auch an anderen Flüssen in Europan weiter. Notwendig werden zusehends neue StrategienUm den eingeschlagenen Weg erfolgreich fortzusetzen, ist nicht nur in UK (wo Großbritannischer Bauernverband (NFU) war) sondern wegweisend ein generelles Unterrichtung der Zuständigen nötig.
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