NSW Liberal Party: Jüngerer Perrottet räumt Mitgliederwerbung in „zwielichtigen“ Zweigen ein
Wichtige Fakten
- • Jean-Claude Perrottet gab zu, Mitgliedsbeiträge bezahlt zu haben (gegen Parteiregeln).
- • Er half, Mitglieder in von Rivalen kontrollierte Zweige zu bringen.
- • Das Leak eines vertraulichen Berichts durch Tudehope belastet ihn.
- • Die Reformers suchten 50.000 Dollar für eine Kampagne gegen Alex Hawke.
- • Perrottet wurde einen Monat vor den Icac-Anhörungen entlassen.
Ein Geständnis vor der Anti-Korruptionsbehörde
Der jüngere Bruder des früheren Premier von New South Wales, Jean-Claude Perrottet, hat vor der Independent Commission Against Corruption (Icac) zugegeben, Mitgliedsbeiträge für die Liberale Partei bezahlt zu haben. Diese Praxis verstößt gegen die Parteiregeln. Perrottet räumte ein, dass dies „gelegentlich“ vorgekommen sei, wenn er unter Druck stand, Rekrutierungsziele zu erreichen.
Die „Reformer“ und ihre Strategie
Die Gruppe der „Reformer“, der Perrottet angehört, rekrutierte gezielt „Gleichgesinnte“ und platzierte sie in Zweigen, die nicht von der eigenen Fraktion kontrolliert wurden. Einem Text von Christian Ellis zufolge seien zwei Personen bereit gewesen, in einen „zwielichtigen“ Zweig einzutreten. Die Gruppe verfolgte konservative Ziele und wollte Vorwahlen beeinflussen.
Tudehope unter Druck
Der Schatten-Generalstaatsanwalt Damien Tudehope gab zu, einen vertraulichen Bericht an einen anderen Reformer weitergegeben zu haben. Oppositionsführerin Kellie Sloane kündigte an, ihre Entscheidung über seine Zukunft erst nach Abschluss der Icac-Anhörungen zu treffen. Tudehope hat sich vorerst aus dem Schattenkabinett zurückgezogen.
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