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Klima 13.08.2026, 14:44 Aktualisiert: 13.08.2026, 23:03

Ölkatastrophe vor Oman: Umweltbedrohung wächst trotz Bergung

Öl aus havariertem Tanker erreicht Küste Omans.

Wichtige Fakten

  • Öl aus havariertem Tanker erreicht Küste Omans.
  • Ölteppich wuchs auf 1.000 Quadratkilometer an.
  • Tanker gehört Russlands Schattenflotte, steht unter EU-Sanktionen.
  • Korallenriffe, Meeresschildkröten und Arabischer Buckelwal gefährdet.
  • Bergung durch Monsun erschwert, Bedingungen extrem schwierig.

Lage vor der Küste Omans verschärft sich

Das aus einem havarierten Tanker vor der Küste Omans ausgelaufene Öl hat das Festland erreicht. Die Weltschifffahrtsorganisation IMO teilte mit, dass der Ölteppich nordöstlich an der omanischen Insel al-Kiblija vorbeitreibt und bereits Strände in der Region Ras Madrakah verschmutzt. Der Tanker 'Caroline Bezengi' war Ende Juni im Arabischen Meer auf Grund gelaufen, nachdem es an Bord Explosionen gegeben hatte. Der Ölteppich könnte bis zu 40 Kilometer Küstenlinie in dieser Region sowie 20 Kilometer auf der Südseite der Insel Masirah kontaminieren, berichtete Omans Umweltbehörde. Die Eindämmungsarbeiten werden durch schwierige Wetterbedingungen, einschließlich des Monsuns, stark beeinträchtigt. Der uneingeschränkte Zugang zum Schiff gestaltet sich äußerst schwierig, was die Bergungsarbeiten zusätzlich verzögert.

Bergungsarbeiten laufen trotz widriger Bedingungen

Das britische Unternehmen Ambrey wurde mit der Bergung des Tankers beauftragt. Bergungsschiffe und Flugzeuge mit einem erfahrenen Team von Spezialisten sind auf dem Weg. Ambrey arbeitet mit omanischen Behörden zusammen und hat ein international führendes Unternehmen für die Bekämpfung von Ölverschmutzungen eingeschaltet. Angesichts des Monsuns gestalten sich die Einsätze jedoch als extrem schwierig. Offizielle Angaben zufolge ist der etwa 130.000 Tonnen Öl transportierende Tanker der russischen 'Schattenflotte' zuzurechnen und steht unter EU-Sanktionen. Nach Russland belud das Schiff vermutlich im Hafen von Noworossijsk, bevor es Anfang Juni einen Zwischenfall erlitt und keine Stationsdaten mehr übermittelte.

Umweltbefürchtungen nehmen zu

Greenpeace warnt vor einer Umweltkatastrophe gigantischen Ausmaßes. Nach Satellitenaufnahmen hat die verschmutzte Wasserfläche mittlerweile eine Ausdehnung von 1000 Quadratkilometern erreicht, gegenüber 600 Quadratkilometern in der Vorwoche. Die Region um die Inseln al-Kiblija und Masirah gilt als ökologisch besonders sensibel: Dort befinden sich Korallenriffe, Meeresschildkröten nutzen die Strände zum Eierlegen, und der seltene Arabische Buckelwal lebt in diesen Gewässern. Einig sind sich die Behörden, dass die langfristigen Folgen dieses Ölunfalls die Biodiversität dieser geschützten Ökosysteme erheblich schädigen könnten.

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